20 | 04 | 2018

Kurzmeldungen-Trend, 19.04.2018

Aktuelle Wetter und Kurzmeldun

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb anfangs einzelne steife oder stürmische Böen. Sonst viel Sonne und verbreitet sommerliche Temperaturen.

Heute vom nahezu überall wolkenlosen Himmel verbreitet sonnig. Lediglich von Schleswig-Holstein bis zur Oder zeitweise Wolkenfelder. Es bleibt allgemein trocken. Höchstwerte meist zwischen 25 und 30 Grad, mit den höchsten Werten im Westen. Im Nordosten und im Bergland 20 bis 25 Grad, an der Ostseeküste um 17 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus vorwiegend östlichen Richtungen.In der Nacht zum Freitag gering bewölkt bis klar und trocken. Tiefstwerte 15 Grad im Westen, bis 4 Grad am Alpenrand. 

"Hoch Mitteleuropa"

Derzeit dominiert das Hochdruckgebiet NORBERT unser Wetter. Neben viel Sonnenschein und verbreitet sommerlichen Tageshöchsttemperaturen im Binnenland sei als kleiner Schönheitsfehler auf die Sonnenbrandgefahr hingewiesen. Auch sind die Nächte noch kalt und in ungünstigen Lagen können Spätfröste auftreten.

Der Jahresverlauf der Witterung in Mitteleuropa besteht aus einer Folge typischer Wettersituationen, den "Großwetterlagen". Diese ergeben sich aus weiträumigen Luftdruckverteilungen und den daraus resultierenden Strömungsmustern in Bodennähe, sowie auch in den darüber liegenden Luftschichten.

Das Wetter selbst wird außerdem durch die Eigenschaften der in die Zirkulation einbezogenen Luftmassen dominiert. Es kann während der Andauer einer Großwetterlage an einzelnen Orten innerhalb des betrachteten Gebietes durchaus wechseln, der allgemeine Witterungscharakter bleibt jedoch erhalten.

Die meteorologische Teildisziplin, die sich u. a. mit den Großwetterlagen befasst, nennt sich "synoptische Klimatologie". Nach deren Regeln muss eine Wettersituation in Mitteleuropa mindestens drei Tage andauern, um als eigenständige Großwetterlage betrachtet werden zu können. Die Klassifizierung von Großwetterlagen ermöglicht eine systematische qualitative Beschreibung des Ablaufes von Wetter, Witterung und Klima.

Etwa seit Montagabend und voraussichtlich bis Freitag bestimmt in den unteren Atmosphärenschichten ein beständiges Hochdruckgebiet namens NORBERT unser Wetter, so dass sich die Charakterisierung der Großwetterlage als "Hoch Mitteleuropa" (wissenschaftliche Abkürzung "HM") anbietet. In der mittleren und höheren Troposphäre wird diese "Antizyklone" durch einen vom Maghreb bis nach Skandinavien aufragenden "Geopotentialrücken" gestützt, der absinkende Luftbewegung und damit Luftruckanstieg bzw. Luftdruckpersistenz im bodennahen Niveau bewirkt.

"Hoch Mitteleuropa" zählt zu den gemischten Zirkulationsformen, d.h. die zonale, also in West-Ost-Richtung verlaufende Strömungskomponente und der in Nord-Süd-Richtung orientierte, meridionale Anteil, liegen etwa in derselben Größenordnung. Dabei sind in Mitteleuropa die Luftdruckgegensätze bzw. Geopotentialgradienten üblicherweise eher schwach.

Bei Hochdruckeinfluss sorgen absinkende Luftbewegung und damit "adiabatische" Erwärmung der Luftmassen tendenziell für eine Auflösung der Bewölkung. So kann die Mitte April bereits hoch am Himmel stehende Sonne intensiv scheinen und die bodennahen Luftschichten z.T. kräftig erwärmen, wobei die von der atmosphärischen Grundschicht ausgehende Konvektion infolge thermischen Aufsteigens der Luft durch die Absinkbewegung weitgehend eliminiert wird. Hoch Mitteleuropa sorgt also im Frühjahr und im Sommer stets für intensiven Sonnenschein.

Daher ist es kein Wunder, dass in der zweiten Hälfte dieser Woche im Binnenland vielerorts sommerliche Tageshöchsttemperaturen von mehr als 25 °C und am Freitag im Südwesten vielleicht sogar 30 °C erreicht werden können. Aber Obacht! In der vergleichsweise trockenen Luftmasse wird die intensive Sonnenstrahlung nur wenig gedämpft und führt bei intensiver Exposition der nach dem Winter sonnenentwöhnten Haut rasch zum Sonnenbrand. Auch macht eine Schwalbe noch keinen Sommer - die Nächte sind nach wie vor kalt und in ungünstigen Lagen sind Nachtfröste immer noch ein Thema. Aber was soll´s - genießen wir einfach die Sonne...

In der Abbildung hinter www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2018/04/18.html finden Sie oben vom amerikanischen Vorhersagemodell GFS für Freitag, den 20.04.2018, 00:00 Uhr UTC, berechnete Prognosen der geopotentiellen Höhe der die mittlere Troposphäre repräsentierenden 500-hPa-Hauptdruckfläche (schwarze Isopotentialen, Maßeinheit geopotentielle Dekameter, [gpdam]), des Bodendruckfeldes (weiße Isobaren in Hektopascal [hPa]) sowie der die Schichtdicke der unteren Troposphäre kennzeichnenden "relativen Topographie" H500-H1000 gpdam. Darunter wird für denselben Termin eine vom DWD für die Luftfahrt herausgegebene, selbsterklärende Prognosekarte des nordatlantisch-europäischen Raumes gezeigt.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

 

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend (5. bis 15. Tag)

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 20.04.18 bis 30.04.2018 

Region Nordost Tageshöchsttemperatur Tagestiefsttemperatur
20.04.18 21 bis 24 8 bis 11
21.04.18 13 bis 17 6 bis 8
22.04.18 13 bis 18 4 bis 6
23.04.18 14 bis 21 5 bis 10
24.04.18 11 bis 18 6 bis 11
25.04.18 11 bis 17 5 bis 10
26.04.18 12 bis 20 5 bis 10
27.04.18 12 bis 20 4 bis 10
28.04.18 11 bis 20 4 bis 10
29.04.18 11 bis 20 4 bis 11
30.04.18 11 bis 20 4 bis 10

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2018

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