20 | 11 | 2018

Kurzmeldungen-Trend, 20.11.2018

Aktuelle Wetter und Kurzmeldung

Vor allem in der Mitte und im Nordwesten etwas Schnee. In der Nordhälfte Wind-, an den Küsten sowie in den Kammlagen der Mittelgebirge Sturmböen, exponiert schwere Sturmböen. Oberhalb 600 m Gefahr von Schneeverwehungen.

Heute Vormittag vielfach stark bewölkt, von Ostbayern auf die Mitte Deutschlands übergreifend zeitweise leichter, in Staulagen der zentralen Mittelgebirge auch mäßiger Schneefall. Dort oberhalb 600 m Gefahr von Schneeverwehungen. Im Tagesverlauf im Süden zunehmend Auflockerungen, an den Alpen mit sonnigen Abschnitten. Schneefälle dann weiter nach Nordwesten auf Teile von NRW sowie das Harzgebiet ausgreifend, in tieferen Lagen teils in Regen übergehend. Tageshöchstwerte allgemein zwischen 2 und 7 Grad, in den zentralen Mittelgebirgen um 0 Grad. Mäßiger bis frischer Wind mit starken Böen aus Nordost bis Ost. An der Küste und auf den Bergen Sturmböen, exponiert schwere Sturmböen, im Süden später abflauender Wind. In der Nacht zum Mittwoch überwiegend stark bewölkt, im Nordwesten anfangs noch etwas Regen oder Schneeregen. Sonst weitgehend trocken. Im Süden nach vorübergehendem Aufklaren rasch Bildung von Nebel. Abkühlung auf +3 bis -3 Grad, bei längerem Aufklaren auch darunter. Streckenweise Glätte durch überfrorene Nässe, in Nebelgebieten auch durch Reif. Abflauender Wind, an der Küste jedoch weiterhin stürmisch.

"Zwischen Skylla und Charybdis"

Die Straße von Messina ist ein Ort, wo Wind- und Strömungsverhältnisse so außergewöhnlich sind, dass sich die Überquerung der Meerenge seit geraumer Zeit schwierig gestaltet. Daraus sind Mythen und Legenden entstanden. Hier soll eine wissenschaftliche Erklärung darüber geliefert werden.

Es gibt Orte auf der Welt, die so besonders sind, dass sie Gegenstand von Mythen und Legenden worden sind und darüber sogar Bücher geschrieben wurden wie z.B. die "Odyssee" von Homer in der griechischen Mythologie. Einer dieser Orte ist die Straße von Messina, eine Meerenge zwischen Kalabrien an der Stiefelspitze des italienischen Festlands und der Insel Sizilien. An der Meerenge sollen demnach Charybdis und Skylla, zwei Meeresungeheuer, gelebt haben. Skylla hauste auf dem größeren der beiden sich gegenüberstehenden Felsen der Meerenge und Charybdis unterhalb des kleineren Felsens. Charybdis saugte dreimal am Tag das Meerwasser ein, um es danach brüllend wieder auszustoßen. Schiffe, die in den dadurch entstandenen Sog gerieten, waren verloren und nicht einmal der Meeresgott Poseidon konnte diese Schiffe retten. Eventuell überlebende Schiffbrüchige wurden dann von Skylla gefressen.

Daraus hat sich in der Alltagssprache der Region die Redewendung "zwischen Skylla und Charybdis" entwickelt. Denn für die Schiffskapitäne sind Skylla und Charybdis wie Pest und Cholera, zwischen denen sie sich entscheiden müssen. Es ist unmöglich, ohne Schaden aus diesem Dilemma herauszukommen.

Nachfolgend soll eine wissenschaftliche Erklärung geliefert werden. Die Straße von Messina verbindet das Tyrrhenische Meer im Norden und das Ionische Meer im Süden. Die Meeresstraße ist 32 km lang, zwischen 3 und 8 km breit und maximal 250 m tief (Abb. 1). Die Durchfahrt durch die Straße von Messina gestaltet sich tatsächlich aufgrund der Wind- und Strömungsverhältnisse sowie der beiderseits nahen Steilküsten von je her sehr schwierig.

Da die beiden o.g. Meere unterschiedliche Gezeiten und Salzgehalte aufweisen, ergibt sich eine Meeresströmung, die eigentümliche hydrodynamische Phänomene zur Folge hat.

Weil die Gezeiten der beiden Meere gegensätzlich verlaufen, also in dem einen Ebbe und im anderen Flut herrscht, weisen die Meeresspiegel einen Höhenunterschied von bis zu 27 cm auf. Dies führt zu wechselnden Ausgleichsströmungen und so zu einem Wasseraustausch.

Bei einer Strömung vom Tyrrhenischen Meer ins Ionische Meer (Nord-Süd-Richtung) fließt das aufgrund des niedrigeren Salzgehaltes leichtere tyrrhenische Wasser über das schwerere ionische Wasser. Andersherum bei einer Strömung vom Ionischen Meer ins Tyrrhenische Meer (Süd-Nord-Richtung) taucht das schwerere ionische Wasser, nachdem dieses einen unterseeischen Sattel überquert hat, unter das tyrrhenische Wasser(siehe Grafik).

Daraus entstehen Turbulenzen wie "Meeresrippen" oder "Strudel". Beim Ersten sind es Wellen, die durch das reine Strömen des Wassers verursacht werden (siehe Abb. 2). Letztere werden durch entgegengesetzte Strömungen und die unterseeische Orographie hervorgerufen.

Diese Phänomene können durch die vorherrschenden Winde über der Meerenge noch verstärkt werden, vor allem wenn der Wind gegen die Meeresströmung weht.

Im Sommer dominieren nordöstliche Winde ("Vento Cavaliere") - eine "Brise", die im Mittel 30 bis 40 km/h erreicht und in den Nachmittagsstunden am stärksten ist (Abb. 3). Manchmal kann der Nordostwind auch Windgeschwindigkeit über 60 km/h erreichen und gegen den Tagesgang anhaltend stark bleiben. Dies passiert, wenn hoher Luftdruck im westlichen und niedriger Luftdruck im östlichen Mittelmeerraum herrscht.

Im Herbst, im Winter sowie im Frühjahr weht abhängig von der großräumigen Luftdruckverteilung entweder der sogenannte "Mistral" oder der "Scirocco". Der Mistral ist ein Nordwestwind, der manchmal Orkanstärke über 120 km/h erreichen kann. Bei solchen Lagen bleibt die Wellenhöhe allerdings niedrig, da die Straße von Messina nach Norden hin ihre engste Stelle hat und deswegen vor den Wellen aus dem Tyrrhenischen Meer geschützt ist.

Beim Scirocco hingegen - ein Süd- bis Südostwind, der vor allem in den Wintermonaten besonders kräftig bis Orkanstärke sein kann, können sich die Wellen vom Ionischen Meer leicht in die Meerenge ausweiten, da die Straße von Messina nach Süden hin offen ist. Bei einer nord-südlichen Meerströmung können die Wellen sogar ihre Amplitude vergrößern. Bis zu 7 m hohe Wellen sind dann keine Seltenheit (Abb. 4). Dadurch treten große Probleme auf wie Küstenerosion an der sizilianischen Seite der Meerenge. Aber vor allem die Fährverbindung zwischen Messina und dem Festland ist dann eingestellt, mit großen negativen Auswirkungen für den Transport und für die Menschen, die täglich zwischen Sizilien und Kalabrien pendeln.

Dipl.-Met. Marco Manitta

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

______________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

_______________________________________________________________________________________________________________________________________

Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend (5. bis 15. Tag)

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 20.11.18 bis 30.11.2018 

Region Nordost

Tageshöchsttemperatur

Tagestiefsttemperatur

20.11.18 2 bis 4 -1 bis 2
21.11.18 1 bis 4 -1 bis 1
22.11.18 0 bis 3 -3 bis 1
23.11.18 0 bis 4 -4 bis 1
24.11.18 1 bis 4 -4 bis 1
25.11.18 0 bis 4 -5 bis 1
26.11.18 -1 bis 3 -6 bis 0
27.11.18 -3 bis 4 -7 bis 1
28.11.18 -3 bis 4 -8 bis 0
29.11.18 -3 bis 4 -8 bis 1
30.11.18 -3 bis 5 -7 bis 2

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2018

Unwetterwarnungen

 

Radarbild          
aktueller Radarfilm Deutschland

Europa-Meteoalarm