25 | 09 | 2018

Kurzmeldungen-Trend, 24.09.2018

Aktuelle Wetter und Kurzmeldung

Heute im Norden Schauerwetter, vereinzelt Graupelgewitter. An den Alpen Regen, in höheren Lagen Schnee. Sonst wolkig mit sonnigen Abschnitten und meist trocken. An der Küste und auf exponierten Bergen Sturmböen.

Heute Vormittag meist wechselnd bewölkt und vor allem im Norden Schauer, vereinzelt auch kurze Graupelgewitter. An den Alpen weiter Regen, in höheren Lagen Schnee, später langsam nachlassend. Sonst häufig trocken und bevorzugt im Südwesten auch länger heiter. Höchsttemperaturen 13 bis 19 Grad. Mäßiger bis frischer und stark böiger Nordwestwind, besonders im Norden und Osten mit steifen Böen, an der See und auf den Alpengipfeln auch stürmische Böen oder Sturmböen. In der Nacht zum Dienstag an den Küsten, den östlichen Mittelgebirgen sowie an den Alpen noch weitere Regenschauer, sonst rasch nachlassende Schauer und teils aufklarend. Besonders im Binnenland abnehmender Wind. Abkühlung auf 9 Grad an den Küsten, sonst 7 bis 0 Grad. In windgeschützten Lagen im Süden vereinzelt leichter Frost. Im Süden und im Bergland teils Bodenfrost bis -2 Grad. 

─ Die Sturmsaison ist eröffnet ─ Aber warum kommt es insbesondere im Winterhalbjahr häufig zu Stürmen?

Auf den ersten Herbststurm zum kalendarischen Herbstanfang zieht am heutigen Sonntag Fabienne mit Wucht über Deutschland hinweg. Doch warum treten im Herbst und Winter vermehrt Stürme auf?

Durch die unterschiedlich starke Sonneneinstrahlung auf der Erde kommt es zu größeren Temperaturgegensätzen. Während am Äquator die Sonne fast das ganze Jahr über zur Mittagszeit nahezu senkrecht einstrahlen kann, bekommen die Polregionen meist nur wenig wärmendes Sonnenlicht ab. Im Winter fehlt es in diesen nördlichen bzw. südlichen Regionen der Erde teilweise bei kompletter Dunkelheit an wärmender Einstrahlung.

Die Sonne steht auf der Nordhalbkugel zum Sommeranfang (21. Juni) mittags über dem Wendepunkt im Zenit und wandert und wieder Richtung Äquator den sie zum Herbstanfang (21. September) überschreitet. Dabei nehmen die Temperaturgegensätze zwischen Äquator und Nordpol wieder deutlich zu. Die nördlichen Polregionen kühlen dann durch die nächtliche Ausstrahlung zunehmend aus. Da die Atmosphäre jedoch ein Gleichgewicht des Wärmehaushaltes anstrebt, wird die warme Luft aus den äquatorialen Gebieten nach Norden geführt. Zwischen 0 und 30° geographischer Breite übernimmt dies hauptsächlich der Ozean mit seinen warmen Meeresströmungen. In den mittleren und nördlichen Breiten sind jedoch die Tiefdruckgebiete für den Wärmeaustausch verantwortlich. Diese entstehen an der sogenannten Polarfront, die die kalten polaren Luftmassen im Norden und die warmen subtropischen Luftmassen im Süden trennt. Auf der Tiefvorderseite wird dabei die warme Luft nach Norden und auf der Rückseite die kalte Luft nach Süden transportiert. Umso größer nun die Temperaturgegensätze an der Polarfront werden, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit für viele und auch stärkere Tiefdruckentwicklungen. Ohne den beschriebenen Wärme- und Energieaustausch würde es an den Polen immer kälter und in den Tropen gleichzeitig immer wärmer werden.

Während die Tiefs im Sommer meist eine nördlichere Bahn einschlagen und oft nur den Norden des Bundesgebietes streifen, verlagern sich die Tiefs im Winter zusammen mit der Polarfront weiter nach Süden. Die Zugbahnen verlaufen dann häufig über das südliche Großbritannien, die Nordsee bis in die Ostsee hinein. Insbesondere der Norden und die Mitte Deutschlands sind dann von starkem bis stürmischem Wind betroffen.

Ab und zu können sich auch sogenannte Schnellläufer bilden. Dabei handelt es sich um kleinräumige intensive Randtiefs auf der Süd- bzw. Südwestflanke eines Tiefdruckkomplexes, die mit der Höhenströmung rasch ostwärts geführt werden. Diese können dann durchaus auch eine weiter südlich gelegene Zugbahn einnehmen. Das typische Beispiel ist Sturmtief Lothar im Jahre 1999.

Genau dieses Phänomen ist auch am heutigen Sonntag (23.09.2018) zu beobachten. Gesteuert von einem ausgeprägten Tiefdruckwirbel über dem Nordpolarmeer und Skandinavien verlagert sich ein kleinräumiges Wellentief (Fabienne) rasch von den Britischen Inseln über Benelux hinweg in die Mitte Deutschlands. Auf der Südflanke des Tiefs kann sich durch einen großen Luftdruckgegensatz ein Starkwindfeld ausbilden, welches am heutigen Sonntag in der Südhälfte des Landes zu Sturmböen oder schweren Sturmböen führt. Noch wesentlich wetteraktiver und gefährlicher wird es aber mit der am Nachmittag und Abend in der Südhälfte durchschwenkenden Kaltfront. Im Umfeld dieser sind infolge kräftiger Gewitter durchaus auch orkanartige Böen oder Orkanböen bis 130 km/h möglich.

Dipl.-Met. **

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend (5. bis 15. Tag)

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 16.09.18 bis 26.09.2018

Region Nordost

Tageshöchsttemperatur

Tagestiefsttemperatur

16.09.18

20 bis 23

10 bis 12

17.09.18

20 bis 26

12 bis 16

18.09.18

21 bis 28

11 bis 15

19.09.18

22 bis 30

11 bis 17

20.09.18

20 bis 28

11 bis 17

21.09.18

20 bis 28

11 bis 16

22.09.18

18 bis 28

11 bis 16

23.09.18

15 bis 24

10 bis 15

24.09.18

15 bis 23

8 bis 14

25.09.18

15 bis 23

8 bis 13

26.09.18

15 bis 23

8 bis 13

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2018

Unwetterwarnungen

 

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