28 | 05 | 2018

Kurzmeldungen-Trend, 28.05.2018

Aktuelle Wetter und Kurzmeldun

Im Süden und Westen sowie der Mitte einzelne Gewitter mit Unwetterpotenzial.

Heute im Westen und Süden wechselnd bewölkt und im Tagesverlauf bevorzugt über den Bergen Schauer und Gewitter. Am Abend von Frankreich her aufziehende Schauer und Gewitter. Lokal Unwetter durch heftigen Starkregen und / oder Hagel. Im Nordosten und Osten meist gering bewölkt und länger sonnig. Höchsttemperaturen zwischen 25 und 32 Grad, am heißesten in der Nordostdeutschen Tiefebene. An den Küsten sowie im Bergland nicht ganz so warm. Schwacher bis mäßiger, an der Ostsee auch stark böiger Nordostwind. In der Nacht zum Dienstag in der Westhälfte gewittrig, sonst locker oder gering bewölkt und trocken. Im Norden und Osten vielfach klar. Tiefsttemperaturen zwischen 18 und 11 Grad. 

Sintflut in der Wüste

Normalerweise steht auf der Arabischen Halbinsel trocken-heißes Wüstenklima mit spärlichen Niederschlägen auf der Tagesordnung. In den vergangenen Tagen jedoch brachte einer der in der Region seltenen tropischen Wirbelstürme der Südostküste sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen, denen in Jemen und Oman mehrere Menschen zum Opfer fielen.

Gut die Hälfte der Landmasse der Arabischen Halbinsel liegt südlich des Wendekreises des Krebses (ca. 23°26'N), gehört also strahlungsklimatisch zu den Tropen. Die dementsprechend hohe Sonneneinstrahlung bewirkt starke Erwärmung und Aufsteigen der bodennahen Luftschichten (Konvektion). Andererseits befindet sich die Region infolge der allgemeinen atmosphärischen Zirkulation, sozusagen als Massenausgleich für die äquatoriale Tiefdruckrinne, die meiste Zeit des Jahres im Bereich des subtropischen Hochdruckgürtels der Nordhalbkugel.

Daher überwiegt dynamisch bedingtes Absinken der Luft die Konvektion größtenteils und Wolken lösen sich auf bzw. können gar nicht erst entstehen. Die Folge ist vorwiegend heißes und trockenes Klima mit beträchtlichen Temperaturunterschieden im Binnenland sowohl zwischen Tag und Nacht als auch zwischen den Jahreszeiten. Im nordhemisphärischen Sommer ist die Region die heißeste der Erde und am Tage sind Temperaturmaxima von knapp 50 °C möglich. Im Winter dagegen kann das Quecksilber nachts sogar unter den Gefrierpunkt sinken.

Im nordhemisphärischen Sommer entsteht im Bodenniveau über der Arabischen Halbinsel zwar ein ausgedehntes Hitzetief, das mit dem südasiatischen Monsuntief in Verbindung steht, allerdings bringt der in Arabien "Charif" genannte, asiatische Südwestmonsun höchstens den Bergländern im Süden der Halbinsel etwas Regen oder Sprühregen. Die insgesamt spärlichen Niederschläge im Landesinneren sowie im Norden und Osten fallen überwiegend im Winter, und zwar nur dann, wenn bei einer in den mittleren Breiten stark in Nord-Süd-Richtung schwingenden Frontalzone Tröge mit hoch reichender Kaltluft weit südwärts bis in subtropische Gefilde vorstoßen. Diese Tröge werden von den einheimischen Meteorologen "Westerly Waves" genannt.

Eine nicht alltägliche, häufig jedoch tragische "Abwechslung" im Klima dieses heißen und trockenen Landes bieten tropische Wirbelstürme, die im Indischen Ozean "Zyklone" genannt werden. (Man beachte hier im Singular die maskuline Form "der Zyklon", im Gegensatz zur femininen Form "die Zyklone" für Tiefdruckgebiete im Allgemeinen. Im Plural heißt es "die Zyklone" bzw. "die Zyklonen".) Zyklone entstehen im nördlichen Indischen Ozean besonders in der Zeit vor und nach dem indischen Sommermonsun, häufig aus Randtiefentwicklungen im Zusammenhang mit der "Innertropischen Konvergenz" (engl. Abk. ITC). Sie folgen der Strömung meist in Richtung des indischen Subkontinents sowie des Golfes von Bengalen und sind im Bereich der Arabischen Halbinsel selten anzutreffen.

Der Zyklon MEKUNU, bereits der zweite Tropensturm der Saison, entstand vor etwa einer Woche im Seegebiet östlich des Horns von Afrika und zog sehr langsam mit nördlichem Kurs zur Südostküste der Arabischen Halbinsel, an der er am vorgestrigen Freitag schwerpunktmäßig im Grenzgebiet zwischen Jemen und Oman landete. Obwohl MEKUNU auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung bei "Kategorie 3" Spitzenwindgeschwindigkeiten von mehr als 200 km/h aufwies, bargen die verheerenden Regenfälle das größte Zerstörungspotential in sich. Beispielsweise fielen an der Wetterstation des Flughafens Salalah (17°01'N, 54°06'E, 23 m Höhe) innerhalb von vierundzwanzig Stunden bis Samstag, den 26.05.2018, 00:00 Uhr UTC, 249 Liter Regen pro Quadratmeter (L/m² = mm) und im gleichen Zeitraum bis heute 00:00 Uhr UTC noch einmal 69 mm. Infolge der damit einher gehenden Überschwemmungen waren in der Republik Jemen und dem Sultanat Oman jeweils mehrere Tote zu beklagen.

Ein hoch aufgelöstes Satellitenbild des abbildenden Spektroradiometers MODIS ("Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer"), auf dem polarumlaufenden und sonnensynchronen Erdbeobachtungssatelliten AQUA, der US-amerikanischen "National Aeronautics and Space Administration" (NASA), aufgenommen am Vormittag des 25.05.2018, finden Sie unten. Man sieht die Osthälfte der Arabischen Halbinsel und den Zyklon MEKUNU mit seinem schwach ausgeprägten "Auge" kurz vor der Landung an der Küste.

Dipl.-Met. Thomas Ruppert

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend (5. bis 15. Tag)

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 30.05.18 bis 09.06.2018 

Region Nordost Tageshöchsttemperatur Tagestiefsttemperatur
30.05.18 26 bis 31 17 bis 20
31.05.18 23 bis 30 15 bis 19
01.06.18 23 bis 30 13 bis 18
02.06.18 24 bis 29 13 bis 18
03.06.18 21 bis 29 13 bis 18
04.06.18 21 bis 28 12 bis 17
05.06.18 21 bis 28 12 bis 17
06.06.18 20 bis 28 11 bis 17
07.06.18 20 bis 27 11 bis 17
08.06.18 20 bis 27 11 bis 17
09.06.18 19 bis 28 11 bis 17

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2018

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