17 | 10 | 2019

Kurzmeldungen-Trend, 17.10.2019

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Mittwoch, 16.10.2019 bis Mittwoch, 23.10.2019
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Sonntag, 13.10.2019, 14:12 Uhr

Unbeständig mit Regenfällen und anfangs relativ mild, ab Samstag/Sonntag etwas kühler und damit Temperaturen der Jahreszeit entsprechend. Im Südosten am Donnerstag und Freitag etwas freundlicher.

Vorhersage für Deutschland bis Sonntag, 20.10.2019,

Am Mittwoch zunächst meist stark bewölkt und nach Südosten und Osten ausbreitender Regen. Von Westen her auflockernde Bewölkung und meist trocken. Überall kühler bei 13 bis 19 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen, später meist aus Süd.

In der Nacht zum Donnerstag ganz im Osten bedeckt mit etwas Regen, sonst vorübergehend aufgelockert, dann örtlich Nebel. Im Westen und Nordwesten zum Morgen erneut dicht bewölkt und neuer Regen. Tiefsttemperaturen zwischen 11 und 4 Grad. Schwacher, an der Nordsee mäßiger Südwind.

Am Donnerstag in der Nordwesthälfte stark bewölkt bis bedeckt und zeitweise Regen. Sonst wolkig mit Auflockerungen, nach Südosten zu auch sonnig. Temperaturanstieg auf 14 Grad an der Nordsee und bis 20 Grad in Südbayern. Schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. An den Küsten und exponiert im Bergland auch mal stärkere Böen.

In der Nacht zum Freitag Minima zwischen 12 Grad im Rheinland und 6 Grad in Südostbayern.

Am Freitag zunächst wechselnd bis stark bewölkt und gelegentlich etwas Regen oder einzelne Schauer. Im Südosten noch längere Zeit trocken und einige Aufheiterungen. Höchstwerte zwischen 15 Grad an der Nordsee und 19 Grad in Südostbayern. Schwacher bis mäßiger Wind aus südwestlichen Richtungen, an der Nordsee und im Bergland steife Böen möglich.

In der Nacht zum Samstag Abkühlung auf 11 bis 6 Grad.

Am Samstag im Osten und Süden noch stellenweise etwas Regen, in den übrigen Landesteilen bei wechselnder Bewölkung nur vereinzelt Schauer. Temperaturanstieg auf 14 Grad in der Eifel und bis 18 Grad im Raum Leipzig. Schwacher bis mäßiger Wind aus südwestlichen Richtungen mit einzelnen starken Böen an der Nordsee und im Bergland.

In der Nacht zum Sonntag Tiefstwerte zwischen 10 und 5 Grad.

Am Sonntag im Süden und Osten teils dicht bewölkt und zeitweise Regen. Im Westen und Norden bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer.

Höchsttemperaturen zwischen 13 Grad bei Regen und 17 Grad bei etwas Sonne im Westen. Schwacher bis mäßiger, gebietsweise auch auffrischender Wind aus unterschiedlichen Richtungen.Tiefstwerte in der Nacht zum Montag zwischen 10 Grad an der Nordsee und 4 Grad auf der Alb.

Trendprognose für Deutschland, von Montag, 21.10.2019 bis Mittwoch, 23.10.2019,


Am Montag im Südosten anfangs noch Regen. Sonst bei wechselnder Bewölkung besonders im Norden noch einzelne Schauer.

Am Dienstag und Mittwoch im Küstenbereich etwas Regen möglich und windig. Sonst vorübergehend trocken mit einer Mischung aus Sonne, Nebel und Hochnebel. Höchstwerte meist nur noch zwischen 12 Grad bei zögernder Nebelauflösung und 16 Grad bei längerem Sonnenschein.Tiefstwerte nachts zwischen 9 und 4 Grad. Bei längerem Aufklaren bis 0 Grad absinkend mit Bodenfrost.

__________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Ein Waschbrett auf dem Satellitenbild

Am Vormittag des vergangenen Samstags konnte man auf dem Satellitenbild waschbrettartige Wolken bewundern - sogenannte Leewellen. Wie diese entstehen wird heute erläutert.

Beim Wort Waschbrett denken ältere Hausfrauen noch an die Kleidungswäsche aus der guten (oder doch eher beschwerlichen?) alten Zeit und Testosteron-affine Männer an das nächste Krafttraining in der Muckibude. Wolken kommen dabei wohl bei den Wenigsten in den Sinn. Beim Blick aufs Satellitenbild konnte man aber am vergangenen Samstag für mehrere Stunden waschbrettartige Wolkenstrukturen entdecken (siehe Animation).

Diese Wolkenmuster entstehen durch eine spezielle Form der Schwerewellen. Schwerewellen gibt es nicht nur in der Luft, sondern z.B. auch im Wasser. Stellen wir uns daher der Einfachheit halber zunächst ein Hindernis in einem fließenden Gewässer vor. Je nach Fließgeschwindigkeit sowie der Form und Größe des Hindernisses kann es entweder an seinen beiden Enden vom Wasser umströmt oder überströmt werden. Ist das Hindernis relativ schmal oder die Fließgeschwindigkeit gering, überwiegt das Umströmen des Hindernisses. Je höher die Fließgeschwindigkeit oder je breiter das Hindernis, desto wahrscheinlicher wird es, dass ein Teil des Wassers das Hindernis überströmt. Während das fließende Wasser vor dem Hindernis eine mehr oder weniger glatte Oberfläche besitzt, beobachtet man hinter dem überströmten Hindernis eine wellenförmige Wasseroberfläche.

Ähnlich verhält sich auch die Luft, wenn sie sich auf ein ausreichend großes Hindernis zubewegt. Während ein einzelner Berg häufig noch von der Luft umströmt werden kann, wird ein Überströmen bei einer senkrecht zur Windrichtung ausgerichteten Gebirgskette mit zunehmender Windgeschwindigkeit immer wahrscheinlicher. Beim Überströmen entstehen (wie im Wasser) auf der Leeseite wellenartige Luftbewegungen, weshalb man diese Strömung auch als "Leewellen" bezeichnet.

Eine weitere Voraussetzung für Leewellen ist eine stabile Atmosphärenschichtung. Um dies zu verstehen, stelle man sich ein Luftpaket vor, das sich mit dem Wind auf die Bergkette zubewegt. Wird nun das Gebirge überströmt, so wird das Luftpaket vertikal nach oben aus seinem Gleichgewichtszustand abgelenkt (siehe Skizze). Bei einer instabilen (labilen) Schichtung würde das nach oben ausgelenkte Luftpaket eine beschleunigte Vertikalbewegung erfahren und in immer größere Höhen aufsteigen. Dies ist einer der Gründe, warum sich oft über den Mittelgebirgen die ersten Gewitterzellen ausbilden. Bei einer stabilen Schichtung hingegen ist die Schwerkraft dominant und sorgt dafür, dass sich das nach oben ausgelenkte Luftpaket wieder nach unten bewegt, daher die Bezeichnung "Schwerewelle". So entsteht eine schwingende Bewegung um den Gleichgewichtszustand, ähnlich einer Feder, die man nach oben zieht und anschließend loslässt. Auf diese Weise bildet sich auf der Leeseite eine Art "stehende Welle" aus.

Der in der Atmosphäre enthaltene Wasserdampf macht diese Wellenbewegung in Form von Wolken sichtbar. Bei jeder Aufstiegsbewegung kühlt die Luft ab und der Wasserdampf kondensiert zu Wolken. Umgekehrt erwärmt sich die Luft bei der Abwärtsbewegung wieder, das Wolkenwasser verdunstet und die Wolke löst sich wieder auf. So entstehen waschbrettartige Wolkenmuster. Dabei hängt die Wellenlänge (also der Abstand zwischen zwei Wolkenbändern) sowohl von der Windgeschwindigkeit als auch von der Stabilität der Atmosphäre ab. Je schwächer der Wind und je stabiler die Atmosphäre, desto kurzwelliger sind die Wellen (wie eine harte Feder, die schneller schwingt als eine weiche Feder).

Kommen wir nun zum vergangenen Samstag zurück. Es war eine ausgeprägte westsüdwestliche Strömung vorherrschend und über Norddeutschland lag noch eine Warmfront mit dichten Wolkenfeldern, aus denen es etwas regnete. Weiter südlich schlossen sich die Leewolken an. Dabei stellten die Bergketten von Eifel, Bergischem Land, Teutoburger Wald und Nordhessischem Bergland ideal ausgerichtete Hindernisse für die vorherrschende Strömung dar. In der Animation ist schön zu sehen, dass sich im Norden die Wolken mit dem Wind ostwärts bewegen, während die Leewellen an Ort und Stelle verbleiben ("stehende Welle"). Noch weiter südlich war die Luft bereits so trocken, dass die Leewellen, die auch dort mit hoher Wahrscheinlichkeit auftraten, keine Wolken mehr ausbilden konnten.

Leewellen sind gar nicht so selten. Man muss auf Satellitenbildern meist nicht lange suchen, um wellenartige Wolken zu finden. Während sie vom Weltall aus gesehen für interessante Muster sorgen, sind sie vom Boden aus betrachtet oft eher unspektakulär. Auch am Samstag wunderte man sich allenfalls, warum man unter einer Leewolke über lange Zeit im Schatten stand, während beim Blick nach Westen und Osten dauerhaft blauer Himmel zu sehen war.

Dr. rer. nat. Markus Übel

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

_________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

_______________________________________________________________________________________________________________________________________

Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 18.10.2019 bis 28.10.2019

Region Nordost Tageshöchsttemperatur Tagestiefsttemperatur
18.10.19 17 bis 20 10 bis 12
19.10.19 15 bis 18 10 bis 12
20.10.19 14 bis 18 9 bis 12
21.10.19 12 bis 17 7 bis 11
22.10.19 12 bis 16 6 bis 11
23.10.19 12 bis 17 6 bis 11
24.10.19 11 bis 16 6 bis 11
25.10.19 11 bis 16 6 bis 11
26.10.19 10 bis 16 6 bis 11
27.10.19 10 bis 16 5 bis 11
28.10.19 9 bis 15 4 bis 10

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2019

Unwetterwarnungen

 

  Radarbild           

aktueller Radarfilm Deutschland

  Europa-Meteoalarm