22 | 05 | 2019

Kurzmeldungen-Trend, 22.05.2019

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Donnerstag, 23.05.2019 bis Donnerstag, 30.05.2019
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Montag, 20.05.2019, 14:19 Uhr

Wechselhaft und mäßig warm

Vorhersage für Deutschland bis Montag, 27.05.2019,

Am Donnerstag unterschiedlich bewölkt, teils längere sonnige Abschnitte, häufig trocken. Im Nordwesten sowie über den Mittelgebirgen leichte Schauerneigung. Höchsttemperatur 17 bis 22 Grad, an der See und im höheren Bergland etwas darunter, am Oberrhein lokal etwas darüber. Schwacher, im Norden teils mäßiger, an der Nordsee mitunter frischer Wind aus vorherrschend westlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag teils wolkig, teils klar, im Norden noch einzelne Schauer. Tiefsttemperatur zwischen 11 bis 5 Grad.

Am Freitag im Osten und Süden wechselnd wolkig, im Tagesverlauf einzelne Schauer und Gewitter. Sonst von Nordwesten her zeitweise stärker bewölkt und etwas Regen. Im äußersten Norden Schauer, vereinzelt auch kurze Gewitter nicht ganz ausgeschlossen. Tageshöchsttemperatur im Norden und Nordwesten 13 bis 18 Grad, sonst 18 bis 23 Grad, in höheren Lagen naturgemäß etwas darunter. Überwiegend schwacher bis mäßiger Wind aus westlichen Richtungen.

In der Nacht zum Samstag unterschiedlich bewölkt, einzelne Schauer, an den Alpen zeitweise Regen. Abkühlung auf 11 bis 5 Grad.

Von Samstag bis Montag durchweg wechselhaft mit zeitweiligen Regenfällen oder Schauern, im Süden auch vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen. Sonn nur mit sporadischen Auftritten mit den größeren Chancen in den südlichen Landesteilen. Höchsttemperatur am Samstag ähnlich wie tags zuvor, bis Montag dann leichte Erwärmung auf 18 bis 24 Grad mit den niedrigsten Werten im äußersten Norden.

In den Nächten Abkühlung auf 12 bis 5 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Dienstag, 28.05.2019 bis Donnerstag, 30.05.2019,

Wahrscheinlich Fortdauer der wechselhaften Witterung mit zeitweiligen Regenfällen. Dabei keine substanzielle Temperaturänderung.

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Ist der Mai wirklich noch ein Wonnemonat?

Deutschland ist weiter eine Spielweise von Tief "Axel"! Vielerorts viel Regen im Wonnemonat Mai. Wie sah es die letzten Jahre aus? Trägt der Mai zurecht noch die Bezeichnung Wonnemonat?

Verkommt der als "Wonnemonat" bekannte Mai zunehmend zum Gewitter- oder Regenmonat? Diese Frage stellte sich schon im Jahre 2015 und ist derzeit wieder aktuell. Das trockene und sehr warme Frühjahr aus dem letzten Jahr scheint schon fast vergessen. Zwar gab es auch in den ersten Monaten dieses Jahres durchaus Regionen, die noch oder schon wieder deutlich zu trockene Böden aufwiesen, doch der Mai scheint nun recht verbreitet wieder den Wasserhaushalt aufzufüllen.

In den Maimonaten 2013 und 2014 lag Deutschland häufig am Rande bzw. im Zentrum eines hochreichenden Tiefdruckgebietes. Daraus resultierend bildete sich in der Höhe eine südwestliche bis südliche, 2014 teilweise auch auf Ost drehende Strömung aus. Durch diese, wie auch mit Hilfe der südlichen Grundströmung in Bodennähe konnte warme und feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland transportiert werden, die durch den Tiefdruckeinfluss für länger anhaltende Regenfälle oder Schauer und Gewitter sorgte.

Besonders hohe Niederschlagsmengen fielen im Mai 2013, als Deutschland am Rande eines Höhentiefs lag, dessen Zentrum sich von den Westalpen über Oberitalien hinweg nordostwärts verlagerte. Während sich in der Höhe eine südöstliche bis östliche Strömung entwickelte, machte sich in Bodennähe zusehends der Einfluss eines Tiefs bemerkbar, das von den Ostalpen nach Böhmen zog. In der Folge griffen teils heftige gewittrige Starkregenfälle von Osten her auf das Bundesgebiet über, die sich im weiteren Verlauf als schauerartig durchsetzter Dauerregen auf die mittleren Gebiete ausbreiteten. Vor allem in Sachsen und Bayern regnete es über Tage hinweg länger anhaltend. In 48 Stunden fielen damals vielerorts Regenmengen zwischen 100 und 200 Liter pro Quadratmeter, die gebietsweise zu großem Hochwasser (Donau, Elbe) führten.

Auch 2014 war eine ähnliche, längere Zeit vorherrschende Wetterlage für verhältnismäßig hohe Regenmengen verantwortlich. Damals verlagerte sich ein Höhentief unter Ausweitung von Westeuropa weiter nach Osten. Dabei unterstützte es die Entstehung einer Tiefdruckrinne am Boden, die sich von Irland bis zum Balkan erstreckte. Eingebettet in die Tiefdruckzone war eine Luftmassengrenze über der Mitte Deutschlands, die quasistationär über mehrere Tage hinweg aktiv blieb. An dieser bildeten sich wiederholt schauerartige Niederschläge, die zeitweise mit teils unwetterartigen Gewittern einher- und im weiteren Verlauf in einen schauerartig durch setzten Dauerregen übergingen. Vor allem in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen über Hessen und Thüringen hinweg bis nach Sachsen fielen gebietsweise ergiebige Regenmengen. Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Schwerpunkt der Niederschläge etwas weiter nach Norden, sodass auch im südlichen Bereich von Niedersachsen, in Sachsen-Anhalt und Brandenburg beträchtliche Regenmengen zusammenkamen.

Der Mai 2015 zeigte sich bevorzugt in der ersten Monatshälfte in vielen Regionen von seiner eher nassen Seite. Allerdings waren die Niederschläge sehr ungleichmäßig verteilt. Während in der Mitte des Landes teilweise weniger als 50% des vieljährigen Mittels gefallen waren, wiesen Gebiete im Norden und im Süden von Deutschland einen Regenüberschuss von bis zu 100% auf. Ein Großteil fiel dabei in Verbindung mit Unwettergewittern am 5. Mai, die sogar mit einem Tornado verbunden waren und zu großen Schäden führten. Im Gesamtmittel war der Mai mit 78% des Niederschlagssolls etwas zu trocken.

Im Jahre 2016 kam der Wonnemonat ebenfalls eher unbeständig daher. Besonders die mittlere Monatsdekade wurde geprägt von einem Tief direkt über Deutschland, welches zahlreiche konvektiv geprägte Niederschläge produzierte. Auch sonst konnte bei einer häufig nordwestlichen Strömung feuchte Meeresluft einfließen und das Wetter wechselhaft gestalten. Typisch für Schauer und Gewitter zeigt sich das Gesamtniederschlagsbild im Mai 2016 sehr inhomogen. Teils überschritten die Mengen die Referenzmengen um 40 bis 90 %, vor allem im Norden und Osten wurden aber gleichzeitig häufig nur 20 bis 70% des Monatssolls erreicht.

Ähnlich zeigte sich der Mai 2017, wobei die Regionen mit einem Regenüberschuss kleiner ausfielen. Deutschlandweit wurden nur 80% der zur Referenzperiode 1961-1990 üblichen Regenmenge erreicht.

Der sehr warme, teils heiße Mai 2018 zeigte nur im Westen sowie allgemein im Mittelgebirgsraum normale bis überdurchschnittliche Regensummen. Besonders der Norden und Nordosten trocknete dagegen weiter aus. Im Gesamtbild wurden bezüglich des vieljährigen Mittels nur 76% an Niederschlag registriert. Während der Norden und Osten überwiegend von Hochdruckeinfluss geprägt waren, konnte sich im Westen und Süden zwischenzeitlich auch mal tiefer Luftdruck durchsetzen. Vor allem der Westen lag zu Monatsmitte häufiger auf der Vorderseite eines kräftigen hochreichenden Tiefdruckwirbels über Westeuropa. Dabei strömte warme bis heiße, aber auch feuchte Luft aus Süden ein, die wiederholt kräftige Schauer und Gewitter brachten.

In diesem Jahr war bisher Tiefdruckeinfluss Trumpf. Die Hochdruckgebiete verharrten meist über West- oder Nordeuropa. Entweder konnte sich resultierend ein Tief mitten über Deutschland legen und dort herum wirbeln, wie es derzeit Tief "Alex" praktiziert (vgl. Graphik 1), oder aber das Land lag zwischen hohem Luftdruck im Westen und tiefen Luftdruck im Nordosten in einer nördlichen bis nordwestlichen Strömung, die ebenfalls feuchte Meeresluft nach Deutschland steuerte und das Wetter unbeständig gestaltete. Die größten Regensummen sind aber unbestritten auf Tief "Axel" zurückzuführen. Seine Ausläufer drehen sich um das Tief herum und sorgten und sorgen hierzulande für kräftige, teils länger anhaltende Niederschläge. Vor allem in der Mitte und im Süden regnete es wie aus Kübeln. Im zentralen Mittelgebirgsraum wurden vielerorts 30 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Den Spitzenwert der letzten 24 Stunden lieferten dort am heutigen Morgen (21.05.19) die Stationen Hessisch-Lichtenau und Schlüchtern (beide Hessen) mit jeweils 95 l/m², gefolgt von Birx (HE) mit 93 l/m² und Schotten (HE) mit 91 l/m². Im Süden regnete es teilweise noch ergiebiger. In Jachenau (BY) wurden 135 l/m² registriert, in Balderschwang (BY) waren es noch 112 l/m² (vgl. Graphik 2). Betrachtet man die letzten 48 Stunden, sind bevorzugt im Süden noch deutlich höhere Regensummen zu verzeichnen. Jachenau kam dabei schon auf 173 l/m² und Balderschwang auf 129 l/m². Auch Regionen im Schwarzwaldumfeld kommen dann in den Fokus. Beispielsweise meldete Baiersbronn (BW) 117 l/m². Auch im Thüringer Wald fielen über 48 Stunden teils über 100 l/m² (Martinroda, 107 l/m²). In den ersten beiden Monatsdekaden sind demnach schon vielerorts über 100% des vieljährigen Monatsniederschlages gefallen. Deutlich zu trocken bleib es bisher nur im Norden sowie in Teilen Ostdeutschlands. In der Alpenregion ist bezüglich der des Referenzzeitraums 1961 bis 1990 mit mehr als der doppelten Regenmenge zu rechnen.

Nach einer kurzen Wetterberuhigung von Mittwoch bis Freitag soll schon ab Samstag von Westen und Nordwesten her erneut eine unbeständige, zu Schauern und Gewittern neigende Witterungsperiode folgen.

Der diesjährige Mai zeigt sich daher bezüglich der Temperatur und der Sonnenausbeute nicht als Wonnemonat, dafür lieferte er für Pflanzenwelt den wichtigen Regen.

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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Aktuelle Isobarenkarten

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 14.05.2019 bis 24.05.2019

Region Nordost Tageshöchsttemperatur Tagestiefsttemperatur
14.05.19 11 bis 15 3 bis 5
15.05.19 13 bis 17 3 bis 6
16.05.19 13 bis 18 4 bis 7
17.05.19 12 bis 18 5 bis 8
18.05.19 13 bis 20 5 bis 9
19.05.19 14 bis 22 5 bis 11
20.05.19 15 bis 22 6 bis 12
21.05.19 15 bis 23 6 bis 13
22.05.19 15 bis 23 7 bis 13
23.05.19 15 bis 23 7 bis 13
24.05.19 15 bis 23 7 bis 13

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2019

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