17 | 10 | 2019

Jahres Statistik 16/17/18



2015 zweitwärmstes Jahr in Deutschland - gemeinsam mit 2000 und 2007

Deutschlandwetter im Jahr 2018

2018 – ein außergewöhnliches Wetterjahr mit vielen Rekorden

„Das Jahr 2018 stand ganz im Zeichen des Klimawandels“, sagt DWD-Pressesprecher Andreas Friedrich. Es präsentierte sich als das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen. Auch gehörte es zu den niederschlagsärmsten Jahren seit 1881. Von April bis November verliefen alle Monate ausnahmslos zu warm, zu trocken und sonnenscheinreich. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Das Jahr 2018 begann mit einem ungewöhnlich milden und sehr niederschlagsreichen Januar, wobei im Südwesten gebietsweise große Regenmengen auftraten. Im Februar und März zeigte sich der Winter nur kurz, aber mit zwei markanten Kaltlufteinbrüchen. Anfang April schaltete das Wetter innerhalb weniger Tage von Winter auf Sommer um. April und Mai waren sogar die wärmsten seit dem Beginn regelmäßiger Messungen. Im Mai und in den ersten beiden Juniwochen entluden sich vor allem im Süden und Westen zahlreiche schwere Gewitter, oft mit Hagel und sintflutartigem Regen. Doch von diesem blieben die meisten Regionen verschont, so dass nun eine der größten Trockenheiten der deutschen Klimageschichte folgte. Dazu erlebten die Menschen im Juli und August eine der längsten und gewaltigsten Hitzeperioden. Sommerlich warme Tage mit viel Sonnenschein und katastrophale Regenarmut zogen sich bis in den November hin. Erst im Dezember ging die Dürre mit ergiebigen Niederschlägen zu Ende.

Wärmstes Jahr seit 1881
Mit 10,4 Grad Celsius (°C) lag im Jahr 2018 der Temperaturdurchschnitt um 2,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 1,8 Grad. 2018 übertraf damit den bisherigen Rekordhalter 2014 um 0,1 Grad und ist das wärmste Jahr seit Messbeginn 1881. Heißester Ort war Bernburg an der Saale mit 39,5 °C am 31. Juli. Die kälteste Nacht meldete Reit im Winkl am 28. Februar mit -22,1 °C.

Extreme Trockenheit von Februar bis November
Das Jahr 2018 erreichte mit rund 590 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nur 75 Prozent seines Klimawertes von 789 l/m². Damit gehört es zu den niederschlagsärmsten seit Beginn regelmäßiger Messungen 1881. Von Februar bis November blieben zehn Monate in Folge zu trocken. Den insgesamt wenigsten Regen und Schnee erhielten einige Orte in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit nur rund 250 l/m², den meisten das Oberallgäu und der Südschwarzwald mit örtlich über 1800 l/m². Die größte Tagessumme fiel am 12. Juni in Mauth-Finsterau im Bayerischen Wald mit 166,5 l/m². Die höchste Schneedecke, abseits der Berggipfel, meldete Balderschwang im Oberallgäu am 13. Februar mit 142 cm.

Sonnenscheinreichstes Jahr seit Messbeginn 1951
Mit etwa 2020 Stunden registrierte der DWD das sonnenscheinreichste Jahr seit Beginn von Aufzeichnungen 1951. Die Sonne zeigte sich am längsten im Berliner Raum, am wenigsten im Sauerland mit unter 1750 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im Jahr 2018
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Schleswig-Holstein gehörte mit 10,1 °C (8,3 °C) zu den vergleichsweise kühlen Bundesländern. Der Niederschlag summierte sich auf knapp 580 l/m² (788 l/m²) und der Sonnenschein auf etwa 1925 Stunden (1567 Stunden). In Hamburg wurde ein Temperaturmittel von 10,8 °C (8,8 °C) erreicht. Dabei fielen rund 520 l/m² (750 l/m²). Hamburg war mit gut 1895 Stunden (1507 Stunden) das sonnenärmste Bundesland. In Eggebek, südlich von Flensburg, lagen am 1. März 40 cm Schnee, der durch den sog. „Lake-Effekt“ gefallen war.

Niedersachsen und Bremen: Niedersachsen meldete etwa 505 l/m² (746 l/m²). Die Temperatur lag im Jahr 2018 im Mittel bei 10,7 °C (8,6 °C). Beim Sonnenschein wurde mit rund 1940 Sunden (1456 Stunden) der Rekord von 1959 mit 1899 Stunden deutlich übertroffen. Bremen gehörte mit 11,0 °C (8,9 °C) zu den wärmsten Regionen in Deutschland. Die Sonnenscheindauer war mit rund 1980 Stunden (1474 Stunden) um 50 Stunden höher als im Rekordjahr. In Bremen fielen gut 515 l/m² (727 l/m²) Niederschlag.

Mecklenburg-Vorpommern: Mit 10,2 °C (8,2 °C) gehörte Mecklenburg-Vorpommern zu den vergleichsweise kühlen und mit rund 440 l/m² (595 l/m²) zu den niederschlagsarmen Bundesländern. Außerdem meldete Mecklenburg-Vorpommern mit beinahe 2085 Stunden (1648 Stunden) einen neuen Sonnenscheinrekord. Tief verschneit präsentierte sich der Ostersonntag (1. April) im größten Teil des Bundeslandes: In Gersdorf, westlich von Rostock, lagen 35 cm Schnee.

Brandenburg und Berlin: In Brandenburg war 2018 ein Jahr der Rekorde: Sowohl bei der Temperatur mit 10,9 °C (8,7 °C) als auch beim Niederschlag mit weniger als 390 l/m² (557 l/m²) sowie beim Sonnenschein mit über 2180 Stunden (1634 Stunden) traten neue bemerkenswerte Spitzenwerte auf. Auch Berlin konnte mit 11,4 °C (9,1 °C) und beinahe 2165 Stunden (1635 Stunden) neue Rekorde verzeichnen. Außerdem gehörte es mit nur knapp 400 l/m² (573 l/m²) zu den Bundesländern mit dem wenigsten Niederschlag. Ein riesiger, durch die extreme Trockenheit am 23. August entstandener Großbrand ver-nichtete südlich von Potsdam mehr als 200 Hektar Wald.

Sachsen-Anhalt: Das Jahr 2018 brach die alten Rekorde bei Temperatur und Sonnenschein: Mit 10,9 °C (8,7 °C) war es um 0,2 Grad wärmer als 2014 und mit etwa 2110 Stunden (1522 Stunden) um fast 100 Stunden sonniger als 2003. Mit nur rund 360 l/m² (547 l/m²) war Sachsen-Anhalt das trockenste Bundesland. Sturmtief „Friederike“ forderte am 18. Januar in Sachsen-Anhalt zwei Menschenleben. Am 17. März türmten Schneeverwehungen die weiße Pracht stellenweise meterhoch auf. Der bundesweit heißeste Ort des Jahres war Bernburg an der Saale mit 39,5 °C am 31. Juli. Im Herbst konnte auf der Elbe wegen Niedrigwassers oft kein Schiff mehr fahren.

Sachsen: Die alten Spitzenwerte der Temperatur von 2014 mit 10,1 °C und des Sonnenscheins von 2003 mit 2031 Stunden wurden 2018 mit 10,4 °C (8,1 °C) und fast 2060 Sonnenstunden (1549 Stunden) überboten. Der Niederschlag betrug gut 475 l/m² (699 l/m²). Am 24. Mai fielen in Bad Elster-Sohl bei heftigen Gewittern 155 l/m².

Thüringen: Mit 10,1 °C (7,6 °C) verlief das Jahr 2018 um 0,3 Grad wärmer als beim bisherigen Rekord von 2014. Thüringen kam auf knapp 520 l/m² (700 l/m²) und war mit rund 1900 Stunden (1486 Stunden) das zweitsonnenscheinärmste Bundesland.

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen stellte mit 11,0 °C (9,0 °C) den Rekord von 2014 ein. Bei gut 605 l/m² (875 l/m²) schien die Sonne etwa 1930 Stunden (1440 Stunden). Beim Durchzug des Sturmtiefs „Friederike“ am 18. Januar kamen in NRW drei Menschen ums Leben. Am 16. Mai richtete ein Tornado der Stärke F2 (181 bis 253 km/h) bei Viersen erhebliche Schäden an. Ein am 7. August durch die Trockenheit entstandener Großbrand bei Siegburg zerstörte mehrere Häuser und verletzte 40 Personen.

Hessen: Der im Jahr 2014 mit 10,3 °C aufgestellte Temperaturrekord wurde 2018 mit 10,6 °C (8,2 °C) wieder gebrochen. Der Niederschlag kam auf knapp 580 l/m² (793 l/m²) und der Sonnenschein auf fast 1970 Stunden (1459 Stunden). Das Sturmtief „Fabienne“ verursachte am 23. September besonders im Raum Darmstadt große Schäden.

Rheinland-Pfalz: Rheinland-Pfalz erreichte mit 10,8 °C (8,6 °C) einen neuen Temperaturrekord. Die Meteorologen ermittelten außerdem gut 670 l/m² (807 l/m²) und etwa 2030 Sonnenstunden (1507 Stunden). Im Herbst konnte man wegen Niedrigwassers teilweise im Flussbett des Rheins spazieren gehen.

Saarland: Mit 10,9 °C (8,9 °C) war 2018 hier das wärmste Jahr seit Beginn regelmäßiger Messungen. Das Saarland war mit rund 925 l/m² (945 l/m²) das niederschlagsreichste Bundesland. Sie Sonne zeigte sich etwa 2015 Stunden (1571 Stunden).

Baden-Württemberg: In Baden-Württemberg lag die Temperatur im Jahr 2018 mit 10,4 °C (8,1 °C) um 0,3 Grad höher als beim alten Temperaturrekord 2014. Niederschlag fiel gut 745 l/m² (980 l/m²) und die Sonne schien über 2005 Stunden (1607 Stunden).

Bayern: Obwohl Bayern das kühlste Bundesland war, stellte es mit 9,9 °C (7,5 °C) einen neuen Temperaturrekord auf und überbot den alten von 2014 um 0,3 Grad. Bei gut 745 l/m² (940 l/m²) lag die Sonnenscheindauer bei mehr als 2030 Stunden (1595 Stunden). Die im Jahr 2018 tiefste Temperatur und die größte 24-stündige Niederschlagsmenge registrierte der DWD in Bayern: Am 28. Februar meldete Reit im Winkl -22,1 °C, und am 12. Juni fielen in Mauth-Finsterau im Bayerischen Wald 166,5 l/m². Sturmtief „Fabienne“ tobte am 23. September besonders in Franken und hinterließ dort große Schäden.
 

Jahresrückblick

Deutschlandwetter im Jahr 2015
2015 zweitwärmstes Jahr in Deutschland - gemeinsam mit 2000 und 2007

Offenbach, 30. Dezember 2015 – Das Jahr 2015 erreicht in Deutschland eine Durchschnittstemperatur von etwa 9,9 Grad Celsius (°C). Es dürfte damit - nach ersten Auswertungen der Ergebnisse der rund 2 000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) - gemeinsam mit den Jahren 2000 und 2007 hierzulande das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881 sein. Den Temperaturrekord hält mit Abstand 2014 mit 10,3 °C. Die vergangenen 12 Monate fielen außerdem zu trocken und sonnenscheinreich aus, meldet der nationale Wetterdienst.

2015 waren hierzulande zehn von 12 Monaten zu warm. Nur der September und Oktober blieben unter ihrem vieljährigen Durchschnitt. Der August war der zweitwärmste, die Monate November und Dezember waren sogar die wärmsten seit 1881. Im Juli und im August herrschte in Deutschland so extreme Hitze, dass im unterfränkischen Kitzingen mit 40,3 °C sogar ein neuer deutscher Temperaturrekord erreicht wurde.

2015 war 1,7 °C wärmer als das vieljährige Mittel - mit 40,3 °C neuer Hitzerekord
Das Jahr 2015 war mit 9,9 Grad Celsius (°C) um 1,7 Grad wärmer als das Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,0 Grad. Am 5. Juli sowie am 7. August kletterte das Quecksilber im unterfränkischen Kitzingen auf 40,3 °C und damit so hoch wie noch nie zuvor in Deutschland. Die kälteste Nacht registrierte der DWD am 4. Februar in Merklingen auf der Schwäbischen Alb mit -20,4 °C.

Verbreitet erheblich zu trocken
Die Niederschlagsmenge blieb im Jahr 2015 mit 688 Litern pro Quadratmeter (l/m²) um 13 Prozent unter dem Soll von 789 l/m². Besonders die Mitte Deutschlands litt ab Februar unter einer Dürre, die im Sommer auch den Süden erfasste und mit kurzen Unter-brechungen bis zum Jahresende andauerte. Örtlich registrierte der DWD weniger als 400 l/m² - nur gut die Hälfte des Niederschlagssolls. Genügend Regen und Schnee fiel dagegen fast nur im äußersten Norden. Die größte Jahresmenge meldete Baiersbronn-Ruhestein im Schwarzwald mit rund 1700 l/m², die größte Tagessumme Demker, nördlich von Magdeburg in der Altmark, mit 119,9 l/m². Das Jahr 2015 brachte nur wenig Schnee. Dieser fiel Ende Januar, Anfang Februar, Mitte Oktober sowie im letzten Novemberdrittel. Er taute im Flachland aber meist nach kurzer Zeit wieder ab. Reit im Winkl im Chiemgau meldete dabei am 3. Februar immerhin 90 cm Schneehöhe.

2015 erreichte bei der Sonnenscheindauer ein Plus von 13 Prozent
Mit 1723 Stunden erreichte der Sonnenschein 113 Prozent seines Solls von 1528 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne nach Beobachtungen des DWD auf Rügen, im Breisgau und in der Lausitz mit mehr als 2000 Stunden, am wenigsten schien sie 2015 im Sauerland mit kaum 1500 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im Jahr 2015
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Im Jahr 2015 war Schleswig-Holstein mit 9,7 °C (8,3 °C) ein vergleichsweise kühles, mit rund 890 l/m² (788 l/m²) das niederschlagsreichste und mit 1633 Stunden (1567 Stunden) ein eher sonnenarmes Bundesland. Hamburg gehörte mit 10,3 °C (8,8 °C) zu den warmen, mit etwa 855 l/m² (750 l/m²) zu den nassen und mit 1600 Stunden (1507 Stunden) zu den sonnenarmen Regionen.

Niedersachsen und Bremen: Für Niedersachsen notierten die DWD-Meteorologen 10,1 °C (8,6 °C), zirka 785 l/m² (746 l/m²) und mit rund 1610 Stunden (1456 Stunden) relativ wenig Sonnenschein. In Bremen war das Jahr 2015 mit 10,3 °C (8,9 °C) warm und mit etwa 790 l/m² (727 l/m²) niederschlagsreich. Obwohl Bremen mit 1585 Stunden sein Soll (1474 Stunden) übertraf, war es damit das sonnenscheinärmste Bundesland.

Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich im Jahr 2015 mit 9,8 °C (8,2 °C) als ein kühles Bundesland. Die Niederschlagsmenge summierte sich auf ungefähr 615 l/m² (595 l/m²) und die Sonnenscheindauer auf 1740 Stunden (1648 Stunden). Am 5. Mai führte ein Tornado in der Kleinstadt Bützow, zwischen Rostock und Schwerin gelegen, zu starken Zerstörungen.

Brandenburg und Berlin: Brandenburg war mit 10,4 °C (8,7 °C) eine warme, mit etwa 550 l/m² (557 l/m²) die zweittrockenste und mit zirka 1865 Stunden (1634 Stunden) die zweitsonnigste Region Deutschlands. Berlin präsentierte sich im Jahr 2015 mit 10,9 °C (9,1 °C) als das wärmste, mit rund 510 l/m² (573 l/m²) als das trockenste und mit ungefähr 1845 Stunden (1635 Stunden) als sonnenscheinreiches Bundesland.

Sachsen-Anhalt: Im Jahr 2015 zählte Sachsen-Anhalt mit 10,4 °C (8,7 °C) zu den warmen, mit rund 560 l/m² (547 l/m²) zu den vergleichsweise trockenen und mit ungefähr 1805 Stunden (1522 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Bundesländern. Am 31. März ließ Orkantief „Niklas“ in Groß Santersleben bei Magdeburg eine Mauer um-stürzen, die einen Mann erschlug. Während eines schweren Gewitters fielen in Demker in der Altmark am 4. Juli 119,9 l/m².

Sachsen: Hier registrierten die DWD-Experten 10,0 °C (8,1 °C) und 625 l/m² (699 l/m²). Mit rund 1875 Stunden (1549 Stunden) war Sachsen 2015 das sonnigste Bundesland. Kräftige Nassschneefälle führten am 14. Oktober verbreitet zu Schneebruch.

Thüringen: Thüringen ordnete sich 2015 mit 9,7 °C (7,6 °C) bei den kühleren und mit ungefähr 590 l/m² (700 l/m²) bei den trockenen Bundesländern ein. Die Sonne schien zirka 1695 Stunden (1486 Stunden). Ein früher Wintereinbruch ließ am 14. Oktober fast ganz Thüringen unter einer Schneedecke verschwinden.

Nordrhein-Westfalen: Das Jahr 2015 war in Nordrhein-Westfalen mit 10,3 °C (9,0 °C) recht warm und mit rund 820 l/m² (875 l/m²) vergleichsweise niederschlagsreich. Die Sonne zeigte sich etwa 1660 Stunden (1440 Stunden). Durch die Dürre im Südwesten Deutschlands sank der Rheinpegel im November um mehr als 2 m unter den Mittelwert.

Hessen: In Hessen lag die Durchschnittstemperatur bei 9,9 °C (8,2 °C), die Niederschlagsmenge bei ungefähr 610 l/m² (793 l/m²) und die Sonnenscheindauer bei etwa 1655 Stunden (1459 Stunden). Am 7. August meldete Frankfurt-Westend mit 39,6 °C einen neuen Temperaturrekord für Hessen. Starker Dauerregen brachte in Gilserberg-Moischeid, südwestlich von Fritzlar, am 16. August 107,3 l/m².

Rheinland-Pfalz: Im Jahr 2015 erreichte Rheinland-Pfalz eine mittlere Temperatur von 10,2°C (8,6°C), eine Niederschlagsmenge von zirka 645 l/m² (807 l/m²) und eine Sonnenscheindauer von ungefähr 1700 Stunden (1507 Stunden). Am 31. März starben bei Montabaur, nordöstlich von Koblenz, zwei Männer, als ein durch Orkantief „Niklas“ entwurzelter Baum auf ihr Auto stürzte. Ein Gewittersturm verwüstete am 7. Juli Teile des Ortes Framersheim, südwestlich von Mainz.

Saarland: Das Saarland gehörte im Jahr 2015 mit 10,3 °C (8,9 °C) zu den warmen Bundesländern. Die Niederschlagsmenge betrug gut 720 l/m² (945 l/m²) und die Sonnenscheindauer rund 1620 Stunden (1571 Stunden). Am 2. Februar lag der Schnee in Weiskirchen 26 cm hoch.

Baden-Württemberg: Baden-Württemberg kam auf 9,9 °C (8,1 °C) und etwa 730 l/m² (980 l/m²). Es war mit rund 1845 Stunden (1607 Stunden) ein sonniges Bundesland. Die tiefste Temperatur im Jahr 2015 meldete Merklingen auf der Schwäbischen Alb am 4. Februar mit -20,4 °C. Der bundesweit meiste Niederschlag fiel 2015 in Baiersbronn-Ruhestein im Nordschwarzwald mit etwa 1700 l/m². Im Südschwarzwald entstanden in einigen Orten am 13. Mai erhebliche Schäden durch einen Tornado. Am 7. August kletterte die Temperatur in Bad Mergentheim-Neunkirchen auf 40,2 °C.

Bayern: Im Jahr 2015 war Bayern mit 9,5 °C (7,5 °C) das kühlste Bundesland. Einer Niederschlagsausbeute von zirka 730 l/m² (940 l/m²) stand eine Sonnenscheindauer von knapp 1785 Stunden (1595 Stunden) gegenüber. Am 10. Januar meldete Piding, nordöstlich von Bad Reichenhall, mit 20,5 °C einen neuen deutschen Temperaturrekord für den Januar. Reit im Winkl meldete mit 90 cm am 3. Februar die größte Schneehöhe des Jahres im Flachland. Ein Tornado hinterließ am Abend des 13. Mai nördlich von Augsburg eine Spur der Verwüstung. Mit 40,3 °C, gemessen am 5. Juli und am 7. August, überbot Kitzingen in Unterfranken den alten deutschen Hitzerekord gleich zweimal.

Alle in dieser Pressemitteilung genannten Jahreswerte sind vorläufige Werte. Die für die letzten zwei Tage des Jahres verwendeten Daten basieren auf Prognosen. Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.

Karten-Archiv der 00 UTC UKMO

Archiv

Wetterlexikon:

www.wetterlexikon.eu

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Station Klimatafel Diagramm Reisewetter Map
Arkona / Rügen, Mecklenburg-Vorpommern
Augsburg / Schwaben, Oberbayern
Bamberg / Mittelfranken, Bayern
Berlin-Tempelhof
Bremen
Brocken / Harz, Sachsen-Anhalt
Cuxhaven, Niedersachsen
Dresden (Flugh.), Sachsen
Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Erfurt, Thüringen
Feldberg / Schwarzwald, Baden-Württemberg
Fichtelberg / Erzgebirge, Sachsen
Frankfurt/Main (Flugh.), Hessen
Gera, Thüringen
Görlitz, Niederschlesischer Oberlausitzkreis, Sachsen
Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern
Großer Arber / Bayr. Wald, Bayern
Hamburg-Fuhlsbüttel (Flughafen)
Hannover-Langenhagen (Flugh.), Niedersachsen
Helgoland / Nordsee, Schleswig-Holstein
Hof / Oberfranken, Bayern
Hohenpeißenberg (Obs.), Bayern
Kahler Asten / Rothaargebirge, Nordrhein-Westfalen
Kempten / Allgäu, Bayern
Köln/Bonn (Flugh.), Nordrhein-Westfalen
Konstanz / Bodensee, Baden-Württemberg
Leipzig (Flugh.), Sachsen
Lindenberg (Obs.), Brandenburg
List / Sylt, Schleswig-Holstein
Magdeburg, Sachsen-Anhalt
Meiningen, Thüringen
München (Flugh. Erdinger Moos), Bayern
Neuruppin, Brandenburg
Norderney / Ostfriesische Inseln, Niedersachsen
Nürnberg (Flugh.), Mittelfranken; Bayern
Oberstdorf / Allgäu, Baden-Württemberg
Potsdam, Brandenburg
Regensburg / Donau, Niederbayern
Rostock-Warnemünde, Mecklenburg-Vorpommern
Saarbrücken, Saarland
Schleswig, Schleswig-Holstein
Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
Straubing / Donau, Niederbayern
Stuttgart-Echterdingen (Flugh.), Baden-Württemberg
Trier-Petrisberg, Rheinland-Pfalz
Wasserkuppe / Rhön, Hessen
Westermarkelsdorf / Insel Fehmarn, Schleswig-Holstein
Würzburg, Unterfranken; Bayern
Zugspitze / Wettersteingeb., Bayern

 

Landwetterdaten 2016

 

 

Landwetterdaten 2018


 

 

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