19 | 06 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 19.06.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Sonntag, 13.06.2021 bis Sonntag, 20.06.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Donnerstag, 10.06.2021, 13:19 Uhr

Vielfach sonnig oder heiter bei zunehmend sommerlichen Temperaturen, teils auch heiß. Im Norden teils stärker bewölkt.

Ab Mittwoch wieder ansteigendes Schauer- und Gewitterpotenzial.

Vorhersage für Deutschland bis Donnerstag, 17.06.2021,

Am Sonntag im Norden und Osten zunächst noch wolkig, aber trocken. Dort im Tagesverlauf zunehmende Auflockerungen. Sonst viel Sonne. Lediglich an den Alpen noch geringes Schauerrisiko.

Höchstwerte zwischen 18 Grad im Nordosten und 28 Grad am Oberrhein. Schwacher, bis mäßiger, im Nordosten in Böen auch frischer bis starker Wind aus Nord bis Nordwest.

In der Nacht zum Montag gering bewölkt oder klar. Im äußersten Norden Durchzug einiger Wolkenfelder. Trocken. Tiefstwerte zwischen 14 Grad an der Nordsee und 7 Grad im Osten.

Am Montag viel Sonnenschein und trocken. Im Norden zeitweise etwas mehr Wolken, aber auch trocken. Höchsttemperaturen 20 Grad an der See bis 31 Grad am Oberrhein. Schwacher bis mäßiger

Wind aus West, in der Südhälfte aus Ost bis Südost.

In der Nacht zum Dienstag gering bewölkt oder klar und trocken. Im Norden teils dichtere Wolken und ein paar Tropfen nicht ausgeschlossen. Tiefsttemperaturen 16 bis 8 Grad.

Am Dienstag weiterhin meist sonnig oder heiter und trocken. Nördlich der Mittelgebirge teils auch mehr Wolken und vereinzelt etwas Regen. Im Norden Erwärmung auf 20 bis 29 Grad,

sonst auf 25 bis 32 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind um Ost, Richtung Küste aus Nord bis West.

In der Nacht zum Mittwoch locker bewölkt oder klar und trocken. Abkühlung auf 18 bis 11 Grad.

Am Mittwoch heiter, im Süden und Westen nachmittags stärkere Quellbewölkung. Dort lokal teils kräftige Schauer oder Gewitter, sonst trocken. Höchstwerte 21 Grad an der See bis 32 Grad im Binnenland.

Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen, bei Gewittern Sturmböen nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Donnerstag in der Westhälfte teils dichtere Wolken und schauerartiger Regen, örtlich mit Blitz und Donner. Nach Osten hin locker bewölkt oder klar und trocken. Tiefstwerte 18 bis 10 Grad.

Am Donnerstag von Westen bis in die Mitte sich ausbreitender schauerartiger Regen, nachmittags dabei zunehmend auch teils kräftige Gewitter. Im Osten meist noch heiter und größtenteils trocken.

Höchsttemperaturen 20 bis 28 Grad, im Osten 27 bis 32 Grad. Schwacher bis mäßiger, auf West drehender Wind. Bei Gewittern Sturmböen nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Freitag sich nach Osten ausbreitende Schauer und Gewitter, allmählich in Regen übergehend. Ganz im Westen wieder Auflockerungen und dann meist trocken. Tiefsttemperaturen 17 bis 10 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Freitag, 18.06.2021 bis Sonntag, 20.06.2021,

Wieder abnehmende Schauer- und Gewitterneigung bei zurückgehenden Temperaturen. Höchstwerte meist zwischen 18 und 25 Grad.

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Wie geht es mit der Hitzewelle weiter?

Mit 35,5 Grad wurde gestern in Münster/Osnabrück die bisher höchste Temperatur des Jahres gemessen. Doch wie lange hält die Hitzewelle noch an?

Mit Höchsttemperaturen von verbreitet über 30 Grad ist Deutschland derzeit die wärmste Region Europas. Zwischen einem kräftigen Hoch über Osteuropa und einer Tiefdruckzone, die sich von Großbritannien bis zur

iberischen Halbinsel erstreckt, ist mit südlicher Strömung heiße Saharaluft eingeflossen. Somit hat uns die erste Hitzewelle des Sommers erfasst. Auch heute werden wieder Temperaturen von verbreitet über Grad.

Am heißesten wird es dabei in Ostdeutschland mit Höchstwerten von bis zu 37 Grad. Im Westen macht sich allerdings der Einfluss eines Tiefdruckgebietes, das von der Bretagne zum Ärmelkanal zieht, bemerkbar.

So bilden sich im Westen vor allem über den Mittelgebirgen zunehmend Quellwolken, die zwar nur einzelne, aber dafür heftige Gewitter bringen. So wird es vor allem im Nordwesten heute nicht mehr ganz so heiß.

Am Samstag sehen wir ein ähnliches Bild. Der Hitzeschwerpunkt liegt erneut im Osten, wo in Brandenburg wieder 37 Grad erwartet werden. Im Tagesverlauf bilden sich vorwiegend über den zentralen und östlichen

Mittelgebirgen einzelne heftige Gewitter. Der Nordwesten Deutschlands hat die Hitze überstanden. Dort fließt mit einer nordwestlichen Strömung bereits etwas kühlere Luft ein, wobei dort nur noch angenehme

25 bis 28 Grad erreicht werden.

In der Nacht zum Sonntag führt ein neues kleines Tiefdruckgebiet, das dieses Mal über Nordwestfrankreich nordwärts zieht, einen weiteren Schwall feuchter Mittelmeerluft heran. In dieser Luftmasse bilden sich

voraussichtlich in der Westhälfte schwere Gewitter, mit teils schweren Sturmböen.

Am Sonntag überquert uns dann eine Kaltfront von West nach Ost. Dabei erwartet uns voraussichtlich eine Schwergewitterlage mit schweren Sturmböen, Starkregen und größerem Hagel. Zuvor wird es in der

Osthälfte mit bis zu 37 Grad nochmals richtig heiß. Am Montag halten sich noch Reste der heißen Luft im Osten, wo gebietsweise knapp über 30 Grad erreicht werden. Ansonsten werden bei wechselnder

Bewölkung "nur noch" 25 bis 29 Grad erwartet. Dazu gibt es immer wieder kräftige Schauer und Gewitter. So geht es auch in der neuen Woche weiter. Über Mitteleuropa dominiert Tiefdruckeinfluss mit kräftigen

Schauern und Gewittern. Die Temperaturen bleiben immer noch im sommerlichen Bereich, gehen aber bis Ende der Woche auf ein der Jahreszeit entsprechendes Niveau zurück. Zum nächsten Wochenende

deuten die meisten Modelle eine Wetterberuhigung mit etwas steigenden Temperaturen an. Ganz so heiß wie derzeit wird es dabei voraussichtlich nicht.

Dipl.-Met. Christian Herold

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Aktuelle Isobarenkarten

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

 

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aktueller Radarfilm Deutschland

  Europa-Meteoalarm    

     

Deutschlandkarte mit dem Tageswert des Waldbrand-Gefahrenindex WBI, heute