15 | 08 | 2022

Kurzmeldungen-Trend, 15.08.2022

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Montag, 15.08.2022 bis Montag, 22.08.2022
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 12.08.2022, 14:15 Uhr

Weiterhin sommerlich warm bis heiß, dabei zeitweise teils kräftige Schauer und Gewitter.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 19.08.2022,

Am Montag wechselnd bewölkt, zunächst im Westen und Südwesten, im Tagesverlauf auch in den übrigen Landesteilen einzelne Schauer und teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen

(örtlich Unwetter). In der Nordosthälfte nochmals Höchstwerte zwischen 28 bis 33 Grad, sonst 25 bis 30 Grad, in den westlichen Mittelgebirgen etwas kühler. Von Gewitterböen abgesehen schwacher bis

mäßiger Wind, von Ost auf Südwest drehend.

In der Nacht zum Dienstag allmählich nord- und nordostwärts abziehende bzw. nachlassende Schauer und Gewitter, nachfolgend von Südwesten und Westen zunehmend gering bewölkt oder klar und

niederschlagsfrei. Tiefstwerte 20 bis 14 Grad.

Am Dienstag im Nordosten allmählich ostwärts abziehende Schauer und Gewitter. Im großen Rest des Landes viel Sonnenschein und nur lockere Quellbewölkung. Weitgehend trocken, im Nordwesten am

Abend einzelne Schauer nicht ausgeschlossen. Höchstwerte 26 bis 32 Grad. Schwacher, im Nordwesten teils mäßiger Wind aus West bis Südwest.

In der Nacht zum Mittwoch vielfach gering bewölkt oder klar, später im Westen aufkommende dichte Bewölkung und einzelne Schauer und Gewitter. Tiefstwerte 18 bis 13 Grad.

Am Mittwoch im Westen und Norden wechselnd, teils stark bewölkt und im Tagesverlauf Bildung einzelner teils kräftiger Schauer und Gewitter. Im Osten heiter bis wolkig noch meist trocken. Höchstwerte

zwischen 23 Grad an der Nordseeküste und bis zu 32 Grad in der Lausitz. Von starken Gewitterböen abgesehen schwacher bis mäßiger Wind aus vorwiegend nördlichen Richtungen. In der Nacht zum

Donnerstag im Osten noch meist trocken. Im Westen weitere teils gewittrige Regenfälle. Abkühlung auf 17 bis 13 Grad.

Am Donnerstag bei wechselnder Bewölkung gebietsweise Schauer und teils kräftige Gewitter. Temperaturanstieg auf 25 bis 32 Grad, im Norden sowie im westlichen Bergland um 24 Grad. Abseits von

Gewittern schwacher Wind aus westlichen Richtungen.

In der Nacht zum Freitag teils wolkig, teils auch länger klar. Gebietsweise Schauer und Gewitter. Tiefstwerte 17 bis 12 Grad

Am Freitag im Westen wolkig mit Aufheiterungen und weitgehend trocken. Im Osten wechselnd bis stark bewölkt und im Tagesverlauf Bildung von teils schweren Gewittern. Höchstwerte zwischen

23 Grad im Nordwesten und 31 Grad an der Spree. Abseits von Gewittern schwacher Wind aus westlichen Richtungen. In der Nacht zum Samstag nach Osten abziehende Schauer und Gewitter.

Später auflockernde Bewölkung. Tiefstwerte 17 bis 12 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 20.08.2022 bis Montag, 22.08.2022,

Wechselnde Bewölkung hin und wieder einzelne Schauer. Deutlicher Temperaturrückgang.

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Gute Voraussetzungen für eine überdurchschnittliche Hurrikansaison

Im Zeitraum von August bis Oktober erreicht die atlantische Hurrikansaison üblicherweise ihren Höhepunkt. Die derzeitigen atmosphärischen und ozeanischen Bedingungen sprechen weiterhin für eine sehr aktive

Wirbelsturmaktivität.

Im Mai haben wir an dieser Stelle (siehe Thema des Tages vom 20.05.2022: https://t1p.de/ulycl) auf die ersten saisonalen Vorhersagen zur diesjährigen Hurrikansaison geschaut. Die Saison ist dabei vom National

Hurricane Center (NHC) der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) auf den Zeitraum vom 01. Juni bis 30. November festgelegt worden. Im Juni und Juli haben sich insgesamt bisher drei benannte

tropische Stürme gebildet (Alex, Bonnie und Colin). Für diesen Zeitpunkt in der Saison liegt diese Anzahl etwa im Durchschnitt. Die erste Augusthälfte blieb bisher noch ohne benannten Sturm. Aber wir steuern

ohnehin erst auf den jahreszeitlichen Höhepunkt der Hurrikansaison zu. Im Allgemeinen wird die Spitzenaktivität erst in den Monaten von August bis Oktober, teils bis in den November erreicht.

In den vorsaisonalen Prognosen wurde mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent mit einer überdurchschnittlichen Aktivität der tropischen Wirbelstürme im Atlantik und in der Karibik gerechnet. Sollte dies so

eintreffen, wäre 2022 das siebte Jahr in Folge mit einer überdurchschnittlichen Sturmaktivität. Der aktualisierte NOAA Prognoseausblick von Anfang August festigt die Wahrscheinlichkeit für eine überdurchschnittliche

Wirbelsturmbildung, wenngleich sie mit nunmehr 60 Prozent leicht zurückgeschraubt wurde, gefolgt von einer leicht gestiegenen 30 prozentigen Chance auf eine nahezu normale und einer nur 10 prozentigen

Chance auf eine unterdurchschnittliche Saison. Dementsprechend wird in dieser Saison von 14 bis 20 benannten Stürmen, einschließlich der drei bereits registrierten im Juni und Juli, ausgegangen. Von jenen

sollen sich etwa 6-10 zu Hurrikanen und davon wiederum 3 bis 5 mit einer größeren Intensität (Kategorie 3 oder höher) entwickeln. Die genaue Vorhersage der Anzahl, des Zeitpunktes sowie der Zugbahn und

Stärke von Tropenstürmen und Hurrikanen hängt letztlich von den täglichen Wettermustern, den Orten der Sturmentstehung und den Steuerungsmustern ab. Diese Muster sind Wochen oder gar Monate im

Voraus nicht vorhersehbar. Es handelt sich daher zunächst um eine Potentialabschätzung. In einer saisonalen Prognose ist es daher nicht möglich zuverlässig vorherzusagen, ob ein bestimmter Ort in dieser

Saison von einem Wirbelsturm betroffen sein wird.

Die nur leichten Verschiebungen in den Wahrscheinlichkeitsaussagen zur Hurrikanaktivität zeigen, dass insgesamt die Grundzutaten für eine regere Aktivität im Vergleich zur Maiprognose erhalten geblieben sind

. Die gegenwärtigen atmosphärischen Bedingungen in der Hauptentwicklungsregion im Atlantik sind im Allgemeinen günstig für die Entwicklung von Hurrikanen und einige dieser Bedingungen werden

voraussichtlich in den Monaten August bis Oktober anhalten. Die Hauptentwicklungsregion erstreckt sich über den tropischen Atlantik und das Karibische Meer. Für eine aktive Hurrikansaison spricht außerdem

die in diesem Jahr außerordentlich überdurchschnittliche Aktivität des westafrikanischen Monsuns. Die dort entstehenden tropischen Wellen laufen in der Regel in den Ostatlantik aus. Diese Wellen begünstigen

dann die Entwicklung von tropischen Stürmen und Hurrikanen.

Auch auf den tropischen Pazifik gilt es zu schauen, um die Prognose der Hurrikanaktivität zu präzisieren. Die bereits vor der Saison aktive La Nina Phase (periodische Abkühlung des tropischen Ost- und

Zentralpazifiks) hält mit über 60 Prozent Wahrscheinlichkeit auch in den nächsten drei Monaten an. Für ein Umkippen in die El Nino Phase besteht praktisch keine Chance. La Nina ist nicht nur förderlich für eine

regere Sturmsaison im Atlantik, sondern erhöht auch die Chance für intensivere, größere Hurrikane der Kategorie 3 oder höher. So wird durch die La Nina Konfiguration im Atlantik in aller Regel eine verringerte

vertikale Windscherung (Richtungs- und Geschwindigkeitsänderung mit der Höhe) und eine höhere Instabilität der Atmosphäre gefördert. Beide Bedingungen sind förderlich damit sich Gewitterwolken stärker

zusammenballen und zu einem Wirbelsturm formieren können.

Ein Faktor der gegebenenfalls eher für eine normale Hurrikansaison sprechen könnte, ist die derzeitige Meeresoberflächentemperatur. Ab einer mehr als 27 Grad warmen Meeresoberfläche wird durch

Verdunstung besonders effektiv Energie und tropische Feuchtigkeit für die Entwicklung von tropischen Systemen bereitgestellt. Die aktuelle Meeresoberflächentemperatur im tropischen Atlantik und der

Karibik liegt derzeit über 27 Grad (siehe Abbildung: https://t1p.de/k32l0). Damit bewegen sie sich nur leicht über dem langjährigen Durchschnitt. In den letzten zwei Monaten waren sie phasenweise soga

r leicht unterdurchschnittlich. Die aktuellen Prognosen der Meeresoberflächentemperatur gehen für den Rest der Saison auch eher von Werten nahe dem Durchschnitt aus. In der Maiprognose wurde noch

eine deutlich überdurchschnittliche Meeresoberflächentemperatur erwartet.

Nichtsdestotrotz ist in der Zusammenschau der beschriebenen Faktoren noch genügend Potential für eine aktive Hurrikansaison in den nächsten rund drei Monaten vorhanden. Sobald die Saison Fahrt aufnimmt,

werden Sie sicher an dieser Stelle über besonders ausgeprägte oder schadensträchtige Wirbelsturmexemplare lesen können.

M.Sc.-Met. Sebastian Altnau

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Meeresoberflächentemperatur mittlerer und tropischer Atlantik

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Aktuelle Isobarenkarten

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2022

Unwetterwarnungen

Unwetterwarnungen

  Überblick über die aktuelle Warnlage in Deutschland

  Radarbild           

aktueller Radarfilm Deutschland

Mecklenburg Vorpommern/

Brandenburg

aktuelles Wetter und aktuelle Temperatur Region Nordost

Waldbrandgefahr   

Deutschlandkarte mit dem Tageswert des Waldbrand-Gefahrenindex WBI, heute