25 | 01 | 2020

Kurzmeldungen-Trend, 24.01.2020

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Dienstag, 21.01.2020 bis Dienstag, 28.01.2020
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Samstag, 18.01.2020, 11:54 Uhr

Meist ruhiges und mildes Winterwetter ohne nennenswerten Niederschlag.

Vorhersage für Deutschland bis Samstag, 25.01.2020,

Am Dienstag gebietsweise länger Nebel oder Hochnebel. Sonst häufig heiter, teils sonnig und trocken. Nur im Norden stark bewölkt und vereinzelt ein paar Tropfen. Höchsttemperaturen im Süden und in der Mitte -1 bis +3, nach Norden hin 3 bis 7 Grad. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

In der Nacht zum Mittwoch nördlich der Mittelgebirgsschwelle teils stark bewölkt, aber meist trocken. Sonst kaum Wolken, gebietsweise Ausbildung von Nebel oder Hochnebel. Tiefsttemperaturen unter Wolken 5 bis 0, sonst -1 bis -10 Grad.

Am Mittwoch auf die Mitte übergreifend dichte Wolken, aber trocken. Südlich der Mittelgebirge teils neblig-trüb, teils heiter. Temperaturmaxima dort -1 bis +4, nach Norden und Nordosten hin bei mäßigem Nordwestwind 4 bis 8 Grad. Ansonsten meist schwachwindig. In der Nacht zum Donnerstag teils bedeckt, im Süden und Südwesten sowie später auch im Nordosten gebietsweise klar. Abkühlung auf 0 bis -6 Grad, im Norden mit 4 bis 0 Grad frostfrei.

Am Donnerstag und Freitag teils neblig-trüb, teils heiter und trocken. Höchstwerte 3 bis 7, bei zähem Dauernebel kaum 0 Grad. Meist schwachwindig. In den Nächten teils hochnebelartig bedeckt, teils klar. Tiefstwerte im Norden 3 bis 0, sonst +1 bis -5 Grad, bei längerem Aufklaren über Schnee auch darunter.

Am Samstag von Norden und Westen bewölkt und etwas Regen. Nach Osten und Süden hin nach Nebelauflösung noch Auflockerungen. Nachmittagstemperaturen 2 bis 7, in Nebelgebieten um 0 Grad. Schwacher, nach Norden hin mäßiger Wind aus Süd bis Südwest. In der Nacht zum Sonntag meist stark bewölkt und etwas Regen. Temperaturminima +3 bis -3 Grad. Vor allem im Bergland Glättegefahr

.Trendprognose für Deutschland, von Sonntag, 26.01.2020 bis Dienstag, 28.01.2020,

Im Nordwesten und Norden leicht unbeständig, vor allem zur Küste hin zeitweise Regen. Dort und auch in der Mitte noch etwas ansteigende Temperaturen. Dabei zunehmend windig mit Sturmböen an der See und im höheren Bergland. Im Süden und Südosten weiterhin ruhiges Winterwetter und kaum Temperaturänderung.

_____________________________________________________________________________________________________________________________________

Die Ruhe vor dem Sturm - Schmuddel-Wetter anstatt Winterfreuden!

Noch dominiert Hochdruckeinfluss das Wetter im Land. Doch ab dem Wochenende kommt Schwung in die Wetterküche. Das Hoch sagt adieu und ein atlantisches Tief übernimmt das Kommando.

Noch ist es ruhig. Hoch EKART I über England und EKART II über dem Balkan dominieren über Mittel- und Südosteuropa und beeinflussen somit das Wetter von den Britischen Inseln bis zum Schwarzen Meer. Die Folge ist ruhiges, zu Nebel und Hochnebel neigendes Wetter in Deutschland. Lediglich der Norden und Nordosten gelangt zeitweise in den Bereich durchziehender Tiefausläufer, deren Tiefs sich von Neufundland bis an die Küste Norwegens tummeln. Aus Sicht eines Warnmeteorologen liegt der Fokus neben dem Nebel und dem Frost bei der Glätte- oder Glatteisgefahr. Die geringen Niederschläge, die entweder aus der Hochnebeldecke zu Boden fallen oder aber durch die schwachen Tiefausläufer von Norden her ins Land driften, können vor allem in den Mittelgebirgsregionen auf den teils frostigen Böden örtlich zu einer erheblichen Glättesituation führen.

Auch in den nächsten Tagen bleibt diese Konstellation grundsätzlich bestehen. Allerdings schwächelt EKART I, während der starke Bruder über dem Balkan weiter kräftig sein Zepter schwingt. Durch die Abschwächung von EKART I nutzt das iberische Unwettertief der vergangenen Tage ILKA seine Chance und versucht sich wieder an die Frontalzone weiter nördlich anzukoppeln. Entsprechend drehen die Wind über Deutschland allmählich auf eine südliche bis südwestliche Komponente. Sie wehen zwar zunächst noch überwiegend schwach, doch von Südwesten und Westen kann dennoch mildere Luft einsickern. Einhergehend sinkt die Glättegefahr und beschränkt sich meist auf die Nachtstunden.

Ab Sonntag wird es dann voraussichtlich für alle Wetterfans wieder spannender, während den Wintersympathisanten bei den anstehenden Prognosen wohl eher die Tränen kommen.

Über dem Nordostatlantik kann sich Tief KIM zu einem kräftigen, steuernden Tief aufplustern und allmählich den Einfluss auf West-, Mittel- und Teile Nordeuropas ausdehnen. Hoch EKART wird dabei immer weiter nach Osten abgedrängt und hat ab Sonntag wohl keinen Zugriff mehr auf das Wetter in Deutschland. Die Südwestströmung auf der Vorderseite von KIM nimmt dann Fahrt auf. Bis Montag beschränken sich die damit einhergehenden starken bis stürmischen Böen zunächst wohl noch auf die Nordseeregionen und die Hochlagen der Berge. Es reicht aber, um mildere Luft ins Land zu transportieren, sodass nach derzeitigem Stand die Höchstwerte am Sonntag verbreitet zwischen 4 und 11 Grad liegen. Lediglich im Südosten ist es dann noch etwas kühler.

Zum Montag könnte dann die erste Sturm-, je nach Entwicklung vielleicht sogar Orkanlage des Jahres anstehen. Auf der Südseite von Tief KIM wird von den Modellen eine Randtiefentwicklung gezeigt. Aufgrund der vorherrschenden Bedingungen in den aktuellen Modellläufen steht einer rapiden Verstärkung des Tiefs nur wenig entgegen. Unsicher ist aber noch die genaue Zugbahn. Ab Montag stehen daher wohl auf jeden Fall windige bis stürmische Zeiten bevor. Wen sich die derzeitigen Prognosen bestätigen, könnte auch Sturmböen oder schwere Sturmböen bis hin zu orkanartigen Böen regional auf dem Programm stehen. Das Ganze dann bei Höchstwerten zwischen 5 und 14 Grad und recht viel Regen. Schmuddel-Wetter anstatt Winterwetter!

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

_______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2020

Unwetterwarnungen

 

  Radarbild           

aktueller Radarfilm Deutschland

  Europa-Meteoalarm