18 | 09 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 18.09.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Sonntag, 19.09.2021 bis Sonntag, 26.09.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Donnerstag, 16.09.2021, 13:34 Uhr

Im Süden und Südwesten leicht unbeständig, sonst ruhiges Frühherbstwetter. Ab Wochenmitte vor allem im Nordwesten Tendenz zur Unbeständigkeit.

Vorhersage für Deutschland bis Donnerstag, 23.09.2021,

Am Sonntag neben einigen dichteren Wolkenfeldern auch sonnige Abschnitte und überwiegend trocken. Im Süden und Südwesten im Tagesverlauf schauerartig verstärkter Regen und einzelne Gewitter möglich.

Tageshöchstwerte zwischen 16 und 22 Grad. Schwacher bis mäßiger, an der Ostsee teils böiger Wind aus vorwiegend Ost bis Nordost.

In der Nacht zum Montag im Süden, bevorzugt am Alpenrand noch Regen, aber von Westen her nachlassend. Sonst teils aufgelockert, teils gering bewölkt und örtlich Nebel. Tiefstwerte zwischen 11 und 6 Grad.

Am Montag Wechsel aus Sonne und Wolken und meist trocken. An der Ostsee sowie im Süden und Südwesten teils kompaktere Quellbewölkung und örtlich Schauer. Höchsttemperaturen zwischen 15 und 20 Grad.

Schwacher, an der See mäßiger Wind aus Ost bis Nordost.

In der Nacht zum Dienstag teils wolkig, teils klar und zumeist trocken. Tiefsttemperaturen zwischen 11 und 5 Grad, in den Mittelgebirgen bei längerem Aufklaren bis 3 Grad und Bodenfrost nicht ausgeschlossen.

Am Dienstag und Mittwoch nach Frühnebelauflösung vermehrt längere sonnige Abschnitte und nur lockere Bewölkung. Trocken. Erwärmung auf 15 bis 21 Grad.

Nachts vielfach gering bewölkt. Örtlich Nebel. Abkühlung auf 10 bis 5 Grad, in höheren Muldenlagen bis 2 Grad, örtlich Bodenfrost.

Am Donnerstag im Norden und Nordwesten Aufzug starker Bewölkung und einsetzender Regen. Ansonsten allenfalls Schleierwolken und viel Sonne. Höchstwerte 16 bis 23 Grad. Schwacher bis mäßiger,

im Norden und Nordwesten auffrischender und in Böen starker Südwestwind. Vor allem an der Nordsee stürmische Böen möglich.

Trendprognose für Deutschland, von Freitag, 24.09.2021 bis Sonntag, 26.09.2021,

Generell wieder unbeständiger mit vielen Wolken und zeitweiligen Regenfällen, voraussichtlich aber mäßig warm. Vor allem im Norden und Nordwesten mitunter sehr windig.

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Kalendarischer Herbstanfang ante portas

Am kommenden Mittwoch wird kalendarisch der Herbst eingeleitet. Das Äquinoktium steht also kurz bevor. Aber was ist das eigentlich?

Wir Meteorologen haben bereits am 1. September den Herbst eingeläutet und weichen daher von der Definition des kalendarischen Beginns ab. Demnach beginnen für uns die Jahreszeiten immer am ersten Tag jenes Monats, in den der kalendarische Termin fällt. Dadurch umfassen die Jahreszeiten für uns immer drei vollständige Monate, wodurch eine statistische Vergleichbarkeit von klimatologischen Daten (z.B. Monatsmittel, Monatssummen u.a.) gewährleistet wird.

Die nun bevorstehende Tagundnachtgleiche hängt mit dem Wechsel der Jahreszeiten zusammen, sorgt aber immer wieder für Missverständnisse. Der Herbst und damit auch der Übertritt in die kalte Hälfte des Jahres beginnt am kommenden Mittwoch, dem 22. September 2021 um 21:21 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ). Zu diesem Zeitpunkt zieht die Sonne direkt über den Erdäquator hinweg. Für die andere Hälfte des Planeten - sprich der Südhalbkugel - markiert das Äquinoktium (von lat. aequus - gleich und nox - Nacht), wie die Tagundnachtgleiche auch bezeichnet wird, den Beginn des Frühlings. Am Tag des Äquinoktiums dauern somit lichter Tag und die Nacht überall auf der Erde zumindest theoretisch gleich lang an.

Jedem ist bekannt, dass Jahreszeiten existieren. Aber wodurch entstehen sie? Das ist eine Frage, bei deren Beantwortung viele Menschen regelmäßig in eine kleine Falle tappen. Oft hört man, dass es auf der Erde kälter wird, wenn sie sich weiter von der Sonne entfernt, und wärmer, wenn sie näher an unsere Wärmequelle herankommt. Schließlich reist unser Planet auf einer Umlaufbahn um die Sonne, die kein perfekter Kreis, sondern eher eine Ellipse ist. Die Schlussfolgerung aus dieser Tatsache ist jedoch falsch.

Unser Erdorbit weicht nur zu drei Prozent von einem Kreis ab. Im nördlichen Winter ist die Sonne der Erde eigentlich am nächsten und im Sommer am weitesten entfernt (siehe Grafik). An der unterschiedlichen Entfernung zur Sonne liegt es also nicht. Was beschert uns dann die Jahreszeiten?

Es ist alles eine Frage der Neigung! Die Erdachse ist relativ zur Sonne gesehen nicht gerade, sondern steht in einem leicht schrägen Winkel von etwa 23,5 Grad. Während sich die Erde um die Sonne dreht, bleibt dieser Winkel erhalten, weshalb das Licht der Sonne nicht direkt auf die komplette Erdoberfläche trifft. Wenn die Nordhemisphäre der Sonne weggeneigt ist, werden deren Lichtstrahlen nur in einem schrägen Winkel aufgefangen. Während dieser Phase herrschen kürzere und somit in der Regel auch kühlere Tage. Gleichzeitig ist die südliche Hemisphäre der Sonne zugeneigt, weshalb ihre Strahlen in einem steileren Winkel eintreffen und für längere Tage sorgen. Nur zweimal im Jahr wird die Erde gleichmäßig in das Licht der Sonne getaucht - nämlich zu den Tagundnachtgleichen. Das zweite Äquinoktium findet um den 21. März statt, wenn sich die eben beschriebenen Gegebenheiten auf der nördlichen und südlichen Hemisphäre umkehren. Die Äquinoktien selber definieren nur den Zeitpunkt eines Ereignisses. Sie finden nicht wirklich statt, wenn der Tag und die Nacht gleich lang sind, obwohl wir das denken. Eigentlich ist es der Zeitpunkt, zu dem die Sonne am Äquator genau im Zenit und die Sonnenstrahlen dort im 90 Grad Winkel auf die Erdoberfläche treffen. Dann sind Tag und Nacht überall auf der Erde nahezu gleichlang.

Hierzulande allerdings sind zum Äquinoktium Tag und Nacht nicht exakt gleich lang und es ergibt sich ein Unterschied von einigen Minuten. Der Tag erscheint tatsächlich etwas länger als die Nacht. Diese Diskrepanz erklärt sich zum einen durch die Ausdehnung der Sonnenscheiben. Während der Äquinoktien wird der geometrische Mittelpunkt der Sonnenscheibe betrachtet, der an diesen Tagen etwa 12 Stunden oberhalb des Horizontes steht. Da allerdings die ersten und letzten Sonnenstrahlen eines Tages vom oberen Rand der Sonnenscheibe ausgehen, dauert der Tag also etwas länger. Zum anderen spielt die Brechung des Sonnenlichts durch die Atmosphäre eine Rolle. Die Erdatmosphäre beugt das Licht, weshalb es aussieht, als befände sich die Sonne noch über dem Horizont, obwohl sie bereits untergegangen ist. Der Kalendertag, an dem tatsächlich zwölf Stunden lichter Tag und zwölf Stunden Nacht herrschen, ist somit um ein paar Tage in Richtung Wintersonnenwende verschoben. Dieser Tag wird als Equilux bezeichnet und liegt für den 50. Breitengrad um den 25 September.

M.Sc.-Met. Sebastian Altnau

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Äquinoktien im September und März

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

 

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Deutschlandkarte mit dem Tageswert des Waldbrand-Gefahrenindex WBI, heute