17 | 11 | 2019

Kurzmeldungen-Trend, 16.11.2019

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Freitag, 15.11.2019 bis Freitag, 22.11.2019
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Dienstag, 12.11.2019, 11:52 Uhr

Wechselhaft und meist mäßig kalt. An den Alpen zeitweise föhnig, dort in Hochlagen Gefahr von Sturmböen.

Vorhersage für Deutschland bis Dienstag, 19.11.2019,

Am Freitag stark bewölkt bis bedeckt, teils trüb, nur selten Aufhellungen. An den Alpen zeitweise Regen oder Schneefall, sonst nur örtlich ein wenig Regen. Tageshöchstwerte 3 bis 9 Grad. Richtung Küste sowie in höheren Lagen auffrischender, in Böen stürmischer Wind mit Sturmböen aus Süd bis Ost. In den Alpen Südföhn und ebenfalls Sturmböen.

In der Nacht zum Samstag überwiegend bedeckt, gebietsweise Regen, oberhalb 800 bis 1000 m Schnee. Tiefstwerte 5 bis 0 Grad, besonders im Bergland zum Teil leichter Frost.

Am Samstag meist stark bewölkt bis bedeckt, in Richtung Nordsee abziehender Regen. Auflockerungen am ehesten im Südosten und ganz im Osten. Höchstwerte dort um 10, sonst 3 bis 8 Grad. Schwacher bis mäßiger, nach Nordosten hin frischer Südwestwind mit stürmischen Böen an der See sowie in höheren Berglagen. Auf Alpengipfeln Föhnsturm.

In der Nacht zum Sonntag ganz im Süden und in Nordseenähe etwas Regen. Ansonsten teils stärker bewölkt, teils klar und nachfolgend Nebel. Tiefsttemperaturen +4 bis -2 Grad, an der See darüber.Am Sonntag vom Süden auf Teile der Mitte ausgreifend zeitweise, sonst vereinzelt Regen. Im Norden ein paar Auflockerungen, sonst meist bedeckt. Temperaturmaxima meist zwischen 3 bis 9 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus unterschiedlichen Richtungen. An den Alpen (Föhn) und in den östlichen Mittelgebirgen Gefahr von Sturmböen. In der Nacht zum Montag im Nordosten meist trocken und teils klar, sonst gebietsweise Regen. Abkühlung auf 6 bis 0 Grad.

Am Montag und Dienstag gebietsweise etwas Regen. Nur selten Wolkenlücken. Höchsttemperaturen 3 bis 9 Grad. Meist schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

In den Nächten im Westen und Süden strichweise Regen. Nach Nordosten hin gebietsweise klar. Streckenweise Nebel. Temperaturminima 6 bis 0 Grad, bei längerem Aufklaren frostig.

Trendprognose für Deutschland, von Mittwoch, 20.11.2019 bis Freitag, 22.11.2019,

Meist stark bewölkt oder trüb, nur selten Sonne. Insgesamt abnehmende Niederschlagsneigung. Keine wesentliche Temperaturänderung.

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Tiefdruckkarussell

Vor allem der westliche und zentrale Mittelmeer- sowie der Alpenraum ist in dieser Woche von teils heftigen Wettervorgängen betroffen. Dabei reicht die Spanne von Starkregen über kräftige Schneefälle bis hin zu hohen Windgeschwindigkeiten.

Irgendwo in Deutschland gibt es in diesen Tagen sicherlich einen Mann namens Günther, der bei jedem seiner Blicke auf die aktuellen Wetterkarten hoch erfreut sein wird. Die besagte Person hat sich nämlich das Namensrecht für das zurzeit wetterbestimmende Tief gesichert und bekommt für sein Geld doch einiges mehr geboten. Immerhin steht sein Name nicht wie sonst üblich nur mit einem einzigen Tief in Verbindung, sondern es tummeln sich sogar drei solcher Druckgebilde mit seinem Namen (GÜNTHER I bis III) über Europa.

Die Ursache für die rege und nun schon einige Zeit anhaltende Tiefdrucktätigkeit über West- und Südeuropa ist zunächst in den höheren Schichten der Atmosphäre zu suchen. In diesen Niveaus strömt nämlich kühle bis kalte Luft aus den nördlichen europäischen Breiten bis in den Süden Spaniens. Im Zusammenspiel mit dem noch relativ warmen Oberflächenwasser des Mittelmeers ergeben sich nun beste Voraussetzungen für die wiederholte Entstehung von Tiefdruckgebieten, die unter anderem auch zu kräftigen Niederschlagsprozessen führen. Ganz besonders kommen diese in jenen Regionen zur Geltung, in denen ein sogenannter "Stau" wirken kann. Trifft eine feuchte Luftströmung auf ein Hindernis, ist diese in den meisten Fällen zum vertikalen Ausweichen gezwungen. Dabei kann die Luft mit zunehmender Abkühlung aber weniger Wasserdampf halten, folgerichtig kommt es besonders in solchen "Staulagen" zu kräftigen Niederschlägen.

Bei der aktuell vorherrschenden südlichen Strömung sind diese Staulagen natürlich in den Süd- und teilweise noch im Bereich der Zentralalpen zu finden. Doch es blieb in vielen Regionen des Alpenraums in den letzten Tagen nicht nur beim Regen, denn die Temperaturverhältnisse ließen auch die feste Niederschlagsphase zu. So kam es in vielen Tälern zu einem ersten kräftigen Wintereinbruch mit für die Jahreszeit deutlich überdurchschnittlichen Neuschneehöhen.

Diese Wetterlage von Wochenbeginn wiederholt sich nun nochmals. Bereits in der Nacht auf den heutigen Freitag sorgte ein Tief über den Golf von Genua von den französischen Alpen über die Schweizer Südalpen bis nach Südtirol für kräftigen Regen, der in mittleren und höheren Lagen als Schnee niederging. Entsprechende Verkehrsbehinderungen waren die Folge, teilweise war auch die Energieversorgung eingeschränkt. Heute tagsüber ist vor allem die Region von Südtirol bis nach Oberkärnten und Slowenien von kräftigen Niederschlägen betroffen. Eine Herausforderung ist dabei besonders die Bestimmung der Schneefallgrenze, da diese in orographisch gegliedertem Gelände von mehreren Randbedingungen abhängig ist. Es kann durchaus passieren, dass diese für jedes Tal je nach Niederschlagsstärke, Temperaturschichtung, Talquerschnitt und -orientierung separat prognostiziert werden muss.

"Wir" im Norden des Alpenhauptkammes bekommen von diesen spannenden Wettervorgängen aber verhältnismäßig wenig ab. Die Barriere der Alpen sorgt nämlich dafür, dass der Niederschlag zunächst nicht nach Deutschland ausgreifen kann. Ganz im Gegenteil: an den Alpen herrscht bei einer solchen Wetterlage starker Föhn, der auf den Berggipfeln für Orkanböen sorgt und in den Tälern zumindest mit starken bis stürmischen Böen deutlich spürbar ist.

Zu einer Wetterumstellung kommt es aber bereits im Laufe des heutigen Tages. Die eher wieder nordwestwärts gerichtete Zugbahn von GÜNTHER I über Frankreich und die Bewegung von GÜNTHER III vom Alpenrand in Richtung Norden sowie eine veränderte Konstellation in der höheren Atmosphäre sorgen nämlich dafür, dass dem Föhn in den nächsten Stunden zumindest vorübergehend die Kraft ausgeht. Damit einhergehend greifen im Laufe des Nachmittags erste Niederschläge über den Alpenhauptkamm nach Norden aus. Allerdings sind die Regenmengen bei weitem nicht mit jenen südlich der Alpen vergleichbar, denn vom Alpenrand bis zum Main werden lediglich 3 bis 5, stellenweise um 10 Liter pro Quadratmeter erwartet. Allerdings mischen sich oberhalb etwa 1000 m auch ein paar Schneeflocken hinzu. In der Nacht weitet sich der leichte bis mäßige Regen schließlich auch in den Norden und Nordosten Deutschlands aus.

Tiefdruckgebiete sind auch an den Folgetagen das entscheidende Wetterelement. Je nach genauer Zugbahn, die bei der aktuellen Wetterlage nicht immer exakt vorhergesagt werden kann, ist das Wetter in Deutschland mehr oder weniger wechselhaft. Es kristallisiert sich aber heraus, dass am Samstag vor allem im Norden etwas Regen fällt. Am Sonntag (ausgelöst durch Tiefdruckgebiete südlich und nördlich der Alpen) ist dann der Süden und Osten des Landes davon betroffen. Besonders südlich der Alpen kann es dann neuerlich zu starken Niederschlägen kommen. Das Tiefdruckkarussell bleibt also munter in Betrieb.

Mag.rer.nat. Florian Bilgeri

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Trendvorhersage Mecklenburg-Vorpommern  

10 Tage trent vom 14.11.2019 bis 24.11.2019

Region Nordost Tageshöchsttemperatur Tagestiefsttemperatur
14.11.19 5 bis 7 -1 bis 2
15.11.19 6 bis 11 2 bis 5
16.11.19 6 bis 10 2 bis 6
17.11.19 5 bis 11 1 bis 6
18.11.19 5 bis 11 2 bis 7
19.11.19 6 bis 9 2 bis 6
20.11.19 6 bis 9 1 bis 6
21.11.19 5 bis 9 1 bis 6
22.11.19 5 bis 9 1 bis 6
23.11.19 5 bis 10 1 bis 6
24.11.19 4 bis 10 0 bis 6

Der 15-Tage-Temperaturtrend

Temperaturtrend für Deutschland für 15. Tag

Tageshöchst- und Tagestiefsttemperaturen  in Grad Celsiu

2009-2019

Unwetterwarnungen

 

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