16 | 10 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 16.10.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Montag, 18.10.2021 bis Montag, 25.10.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 15.10.2021, 13:31 Uhr

Ab Mittwoch zunehmend windig, Bergland und See stürmisch. Nachts im Süden Nebel und regional leichter Frost in Bodennähe.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 22.10.2021,

Am Montag im Norden stark bewölkt und vereinzelt etwas Regen. Sonst nach Auflösung von Nebel oder Hochnebel wechselnd bewölkt. Im Süden vielfach heiter und trocken. Bei Höchsttemperaturen

zwischen 13 und 18 Grad milder als an den Vortagen. Schwacher Wind, meist aus südlichen Richtungen.

In der Nacht zum Dienstag im Norden und Osten dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen. Sonst teils aufklarend und gebietsweise Nebel und Hochnebel. Tiefsttemperaturen 10 bis 5 Grad in der

Nordwesthälfte, in der Südosthälfte 6 bis 1 Grad. Dort örtlich leichter Frost in Bodennähe.

Am Dienstag im Norden ausgedehnte Wolkenfelder und zeitweise Regen. Über der Mitte und dem Süden nach Auflösung nächtlicher Nebelfelder freundlich und trocken, einzig im Bergland der zentralen

Mittelgebirge sind einzelne Schauer wenig wahrscheinlich. Höchstwerte 13 bis 19 Grad, im Südwesten örtlich 20 Grad. Schwacher, im Norden mäßiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht böig

auffrischend. Brocken zunehmend Sturmböen.

In der Nacht zum Mittwoch im Norden und Osten dichtere Wolken und vereinzelt etwas Regen. Sonst teils aufklarend und gebietsweise Nebel und Hochnebel. Tiefsttemperaturen 13 bis 5 Grad.

Am Alpenrand örtlich leichter Frost in Bodennähe.

Am Mittwoch von Westen Bewölkungsverdichtung und nachfolgend Regen. Vom Alpenrand bis nach Sachsen tagsüber freundlich und trocken. Höchstwerte 17 bis 23 Grad. Mäßiger, im Westen und

Norden stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht sowie im Bergland stürmische Böen. Brocken schwere Sturmböen bis orkanartige Böen.

In der Nacht zum Donnerstag meist stark bewölkt und etwas Regen. Besonders südlich der Donau teils klar und trocken. Hier teils dichter Nebel. Tiefstwerte 12 bis 6 Grad.

Am Donnerstag wechselnd bewölkt mit zahlreichen Schauern, im Westen und Norden lokal ein kurzes Gewitter. Höchstwerte 16 bis 19 Grad. Stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht

sowie im Bergland Sturmböen. Brocken orkanartige Böen.

In der Nacht zum Freitag wechselnd bewölkt mit weiteren Niederschlägen. Tiefstwerte 10 bis 5 Grad.

Am Freitag wechselnd bewölkt mit Schauern, im Süden auch längere Zeit Regen. Höchstwerte 13 bis 18 Grad. Mäßiger, im Westen und Norden stark böiger Wind aus Süd bis Südwest. Deutsche Bucht

sowie im Bergland stürmische Böen. Brocken schwere Sturmböen.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 23.10.2021 bis Montag, 25.10.2021,

Wechselhaft und mild. Windig, Bergland stürmisch.

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Die Tiefen eines Gletschers

Mal sind sie breit, mal schmal; mal haben sie gefrorene Wasserfälle, mal fantastische Eisformationen. Doch eines sind Gletscher-Eishöhlen immer: Faszinierend. Ein kleiner Einblick in ihre Entstehung...

Die meisten Berg- oder Wintersportler waren schon mal auf einem, andere möchten vielleicht noch hin (bevor es zu spät ist..) - die Rede ist von Gletschern. Doch die wenigsten vermuten, was für eine spannende

und faszinierende Welt sich unter den eigenen Füßen auftut - im Herzen eines Gletschers: Verschiedenste Eishöhlen und -grotten, mal mit breiten Gängen, mal mit gerade einmal kaninchenlochgroßen Durchgängen.

Mal sind die Wände bedeckt mit sternförmigen Plättchen, prismenartigen Säulen oder Nadeln als Eiskristallen, mal sind die Wände aalglatt. Da fragt man sich zurecht: Wie können diese Wunderwerke entstehen?

Fangen wir von vorne, und ganz simpel an: Gletscher entstehen, wenn im Winter mehr Schnee fällt, als im Sommer wegschmilzt. Die Schneedecke wird durch mehrere Schneefallereignisse also immer dicker und

schwerer und unter dieser Last werden die lockeren Schneeflocken mit der Zeit erst zu körnigem Firn und dann zu dichtem Eis gepresst. Die so entstehenden Schichten sind dabei ähnlich wie die Jahresringe

eines Baumes ein gigantisches Klimaarchiv: Wenn man einen Eiskern aus einem Gletscher bohrt, zeigen sich die einzelnen Schichten wie auf einer Zeitreihe. Die ältesten Schichten sind ganz unten und die neuesten

ganz oben. Dabei gibt es große Unterschiede in den einzelnen Schichten: Während manche unzählige Luftbläschen aufweisen, sind andere klar und glasig. Wieder andere Schichten sind voll mit Kies und Schmutz

und erzählen damit die Geschichte von Erdrutschen oder Lawinen.

Diesen Blick in die Vergangenheit kann man hautnah in Eishöhlen im Inneren eines Gletschers erleben. Meistens entstehen solche Eishöhlen, wenn im Sommer das Eis an der Oberfläche schmilzt und sich das

Schmelzwasser seinen Weg durch den Gletscher bahnt, durch Risse und Spalten läuft und so den Gletscher "aushöhlt". Man spricht in diesem Fall von einem "warmbasalen" Gletscher, wie sie beispielsweise in

den Alpen vorkommen.

Es gibt aber auch polare, sogenannte "kaltbasale" Gletscher (die detaillierten Unterschiede der beiden Gletscherarten würde an dieser Stelle zu weit führen). Sie sind beispielsweise auf Spitzbergen zu finden,

wo mehr als die Hälfte der Fläche von Gletschereis bedeckt ist. Das Gletschereis dort ist so kalt, dass das Schmelzwasser nicht direkt durch das Eis nach unten laufen kann, sondern zunächst entlang der

Oberfläche fließt. Nur sehr langsam werden Kanäle in das Eis "geschnitzt", die unmittelbar an die Oberfläche angrenzen. Manche Kanäle schaffen sich dann einen Weg zum Boden des Gletschers und formen so

Eishöhlen, die in ihrer Art sehr besonders sind. Im Winter fallen diese Schmelzwasserhöhlen trocken. Dann können sie begangen (bzw. bei den oben erwähnten kaninchenlochgroßen Durchgängen bekrochen)

werden und bieten faszinierende Einblicke in das Innere eines Gletschers (siehe Fotos).

Und wenn Sie das nächste Mal auf einem Gletscher stehen, können Sie sich vielleicht ein klein wenig besser vorstellen, welch imposante Eiswelt sich unter Ihren Füßen verbirgt und wie sie entstanden ist.

Wobei sich neben das Gefühl der Faszination, angesichts der Nachrichten, dass sich die Arktis dreimal schneller erwärmt als der Rest der Welt und dass sich auch die Gletscher in den Alpen immer weiter

zurückziehen, noch ein anderes Gefühl schleichen könnte: Das der Kostbarkeit.

Dipl.-Met. Magdalena Bertelmann

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst

Eishoehlen

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Aktuelle Isobarenkarten

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

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Mecklenburg Vorpommern/

Brandenburg

aktuelles Wetter und aktuelle Temperatur Region Nordost

Waldbrandgefahr   

Deutschlandkarte mit dem Tageswert des Waldbrand-Gefahrenindex WBI, heute