14 | 04 | 2021

Kurzmeldungen-Trend, 13.04.2021

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Montag, 12.04.2021 bis Montag, 19.04.2021
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Freitag, 09.04.2021, 22:56 Uhr

Zunächst viel Regen, von Nordwest nach Südost markante Abkühlung und Schneefall. Mitte der Woche wieder erhöhte Nachtfrostgefahr.

Vorhersage für Deutschland bis Freitag, 16.04.2021,

Am Montag in einem Streifen vom Südwesten bis in den Osten meist bedeckt und teils länger anhaltender Regen, in höheren Lagen des Berglandes Schneefall. Im Nordwesten einige Auflockerungen, im Südosten teils noch länger sonnig oder heiter. Dort gegen Abend einzelne Gewitter. Höchstwerte zwischen 6 und 11 Grad, im Osten und Südosten 11 bis 16 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, meist aus West bis Nord, im Südosten aus Süd. An der See starke Böen.

In der Nacht zum Dienstag in der Südosthälfte teils kräftiger Regen, allmählich in Schnee übergehend. In den Alpen und im Erzgebirge mitunter ergiebige Schneefälle. Tiefstwerte zwischen +3 und -3 Grad.

Am Dienstag im Südosten Regen und Schneeregen, im Bergland durchwegs Schnee, im Laufe des Tages nachlassend. Nach Westen und Norden hin wolkig mit etwas Sonne, im Küstenumfeld länger sonnig. Höchstwerte zwischen 5 Grad im östlichen Bergland und 11 Grad am Rhein. Schwacher bis mäßiger Wind um Nord.

In der Nacht zum Mittwoch im Südosten noch etwas Niederschlag, meist als Schnee. Sonst überwiegend niederschlagfrei, dabei teils noch wolkig, teils klar. Tiefstwerte zwischen +1 und -4 Grad, bei längerem Aufklaren im Bergland und vor allem über Schnee bis -8 Grad.

Am Mittwoch heiter, im Südosten auch wolkig und meist niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 7 Grad am Alpenvorland und bis nahe 15 Grad am Niederrhein. Schwacher Wind um Ost.

In der Nacht zum Donnerstag oft klar. Tiefstwerte zwischen +3 und -4 Grad. Im Alpenvorland über Schnee bis -8 Grad.

Am Donnerstag vielfach heiter mit längerem Sonnenschein. Mit Höchstwerten zwischen 10 Grad an der See und im östlichen Bergland und 17 Grad am Rhein wieder deutlich milder. Schwacher Wind um Südost.

In der Nacht zum Freitag meist klar, im Westen auch wolkig. Temperaturrückgang auf 6 Grad am Rhein und -2 Grad im östlichen Bergland

Am Freitag heiter bis wolkig und überwiegend trocken. Höchstwerte zwischen 10 Grad an der See und bis zu 18 Grad am Niederrhein. Schwacher bis mäßiger Ostwind.

In der Nacht zum Samstag teils wolkig, teils klar und weitgehend trocken.

Trendprognose für Deutschland, von Samstag, 17.04.2021 bis Montag, 19.04.2021,

Von Samstag bis Montag Wechsel von Sonne und Wolken. Meist trocken. Lediglich im Westen am Montag auch mal etwas Regen. Mit 12 bis 20 Grad etwas milder als bisher.

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Wetterachterbahn: Erst Wärme und Gewitter, dann Kälte und Schnee

Die Wetterachterbahn setzt zur längeren Talfahrt an: Auf Wärme und Gewitter folgen nun Kälte und Schnee - wahrscheinlich bis zum Wochenende.

In diesen Tagen werden wir in der Wetterachterbahn wieder ordentlich durchgeschüttelt. Am gestrigen Sonntag noch sorgten Temperaturen über 20 Grad und einzelne Gewitter für ein bisschen Frühsommer-Flair in der Südosthälfte Deutschlands. Davon ist am heutigen Montag überhaupt nichts mehr zu spüren: Die Wetterachterbahn setzte zu einer ausgedehnten Talfahrt an, bringt einen Temperatursturz mit regionalem Schnee und mitunter knackigen Nachtfrösten - und das noch bis zum nächsten Wochenende.

Verantwortlich für den markanten Wetterwechsel zeigt sich eine Luftmassengrenze, die sich über das Wochenende diagonal über Deutschland ausbildete und seit gestern als Kaltfront von Tief WILKEN südostwärts in Bewegung setzte. Die für Luftmassen charakteristische Temperatur auf der 850-hPa-Druckfläche (etwa 1,5 km Höhe) sank von knapp 10 Grad am Sonntagabend vor der Front auf -8 Grad hinter der Front ab - ein Temperatursturz um über 15 Grad, der aufgrund des vertikalen Luftmassenaustauschs in ähnlicher Ausprägung auch am Erdboden stattfand. Der Kaltfrontregen konnte so in den Mittelgebirgen, teilweise auch bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Ab etwa 400 m präsentiert sich die Landschaft teils in weißem Winterkleid, in höheren Lagen des südwestlichen und östlichen Berglandes bei Neuschneemengen zwischen 5 und 10 cm gar tiefwinterlich. Folgende Tabelle listet die um 8 Uhr MESZ (Montagmorgen) gemeldeten Schneehöhen ab 5 cm auf:

Schwarzatal-Lichtenhain (Thüringen) 10 cm

Burladingen-Hausen (Baden-Württemberg) 8 cm

Schmücke (Thüringen) 6 cm

Suhl-Gehlberg (Thüringen) 5 cm

Burgstädt (Sachsen) 5 cm

Tettau-Sattelgrund (Bayern) 5 cm

Baiersbronn-Ruhestein (Baden-Württemberg) 5 cm

Breitnau (Baden-Württemberg) 5 cm

Freudenstadt-Kniebis (Baden-Württemberg) 5 cm

Die Kaltfront verabschiedet sich zwar schon heute früh nach Polen, Tschechien und Österreich, wird dort durch das Tief XANDER über Oberitalien aber wieder eingebremst und behält somit noch einen gewissen Einfluss auf das Wetter im Südosten. Vor allem zwischen Alpen und den ostbayerischen sowie sächsischen Mittelgebirgen regnet und schneit es daher noch munter weiter, teils bis in den Dienstag hinein. Während sich in den Mittelgebirgen so etwa ab 400 bis 600 m nur eine dünne Schneedecke ausbildet, wird es an den Alpen mit Neuschneemengen von 10 bis 20 cm, inneralpin von stellenweisen mehr als 30 cm, nochmal tief winterlich. In der Nacht zum Dienstag und Dienstagfrüh kann es in Südostbayern sogar bis in tiefere Lagen schneien.

Ansonsten stellt sich wechselhaftes Wetter mit einzelnen, gewittrigen Regen-, Schnee- und Graupelschauern ein, ohne, dass es zu nennenswertem Neuschnee kommt. Doch auch dort, wo es kein Schnee gibt, schlägt das spätwinterliche Wetter zu: Fast flächendeckend muss mit potenziell obstblüten- und blümchenschädigendem, leichtem bis mäßigem Nachtfrost gerechnet werden. Und die Hobbygärtner unter uns werden es mit Argwohn zu Kenntnis nehmen, dass bis zum Wochenende wenig Spielraum für eine spürbare Erwärmung und nächtliche Frostentschärfung besteht: Am Rande des kräftigen Hochs QUEEN über Nord- und Nordwesteuropa stellt sich bei uns eine nordöstliche Strömung ein, in der der Zustrom kalter Polarluft nicht abreißen möchte.

Dipl.-Met. Adrian Leyser

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2021

Unwetterwarnungen

 

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