01 | 10 | 2020

Kurzmeldungen-Trend, 30.09.2020

10-Tage-Vorhersage für Deutschland

von Freitag, 02.10.2020 bis Freitag, 09.10.2020
ausgegeben von der Vorhersage- und Beratungszentrale Offenbach
am Dienstag, 29.09.2020, 13:10 Uhr

Unbeständig mit zeitweiligen Regenfällen, aber auch sonnigen Abschnitten. Zeitweise windig.

Vorhersage für Deutschland bis Dienstag, 06.10.2020,

Am Freitag im Westen und Südwesten stark bewölkt oder bedeckt und einsetzender Regen, teils länger anhaltend. Sonst wechselnd wolkig, im Südosten auch länger sonnig. Abgesehen von kurzen Schauern an der Küste trocken. An den Alpen Föhn. Höchstwerte zwischen 16 und 21 Grad, am Alpenrand bis 23 Grad. Mäßiger, in freien Lagen stark böiger Wind aus Südost. In den Alpen zunehmender Föhnsturm.

In der Nacht zum Samstag in der Osthälfte wolkig oder gering bewölkt, teils auch klar und niederschlagsfrei. Sonst überwiegend stärker bewölkt und ganz im Westen und Südwesten zeitweise Regen. Örtlich Nebel. Tiefstwerte im Norden 13 bis 9 Grad, sonst 10 bis 6 Grad. In den Alpen weiterhin Föhnsturm.

Am Samstag im Nordosten und Osten anfangs noch sonnig, im Tagesverlauf auch dort zunehmende Bewölkung. Im Nordosten bis zum Abend noch trocken. Ansonsten von Westen und Südwesten her aufkommender Regen. Später im Südwesten wieder Wolkenauflockerungen. Höchstwerte zwischen 12 Grad im Südwesten und 24 Grad an der Salzach und der Oder. Zeitweise böig auffrischender Wind, von Südost auf Südwest bis West drehend. In den Alpen von West nach Ost zusammenbrechender Föhn.

In der Nacht zum Sonntag im Osten und Norden durchziehender Regen, von Südwesten her Wolkenauflockerung, gegen Morgen aber im Südwesten erneut aufziehender Regen. Tiefstwerte zwischen 11 Grad im Nordosten und 3 Grad im südlichen Bergland. Teils frischer, in freien Lagen böiger Südwestwind.

Am Sonntag meist wolkig mit längeren Aufheiterungen. Vereinzelt etwas Regen. Im Südwesten stärker bewölkt und ab und zu Regen. Höchstwerte 14 bis 20 Grad. Meist mäßiger Wind aus Südost bis Südwest, vor allem im Westen teils auch stark böiger Wind. In den Alpen wieder zunehmend föhnig.

In der Nacht zum Montag vom Südwesten her bis zur Mitte teils schauerartiger Regen. Nachfolgend wieder Wolkenauflockerungen. Im Nordosten leicht bewölkt und trocken. Tiefstwerte 11 bis 4 Grad.

Am Montag vor allem im Südwesten und im Nordosten stärker bewölkt und zeitweise Regen. Ansonsten teils Wolkenauflockerungen und gebietsweise trocken. An den Alpen wieder zusammenbrechender Föhn. Höchstwerte 14 bis 18 Grad. Vielfach mäßiger und teils auch böiger Wind, im Süden um West, im Norden teils auch aus Ost.

In der Nacht zum Dienstag teils locker, teils stark bewölkt. Vor allem im Nordosten teils kräftiger Regen. Tiefstwerte 11 bis 4 Grad.

Am Dienstag stark bewölkt mit schauerartigen Regenfällen. Temperaturanstieg auf 13 bis 18 Grad. Meist mäßiger und teils böiger Wind um West.

In der Nacht zum Mittwoch weiterhin stark bewölkt und gebietsweise Regen. Temperaturrückgang auf 10 bis 3 Grad.

Trendprognose für Deutschland, von Mittwoch, 07.10.2020 bis Freitag, 09.10.2020,

Weiterhin wechselhaft mit häufiger starker Bewölkung und nur vorübergehenden sonnigen Phasen. Zeitweise Regen. Dabei recht windig bei der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen mit Höchstwerten meist zwischen 14 und 18 Grad.

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"Herbst kontra Spätsommer" - mit Vorteilen für den Herbst

Der Herbst prägt mittlerweile nicht nur die Meteorologen oder den Kalender, sondern auch das aktuelle Wettergeschehen. Über Deutschland verteilt sind zahlreiche herbstliche Phänomene zu beobachten. Sommerliches Feeling kommt nur noch regional auf.

Am 1. September hat nach meteorologischer Zeitrechnung der Herbst begonnen und letzten Dienstag, dem 22. September, folgte der Herbstanfang auch aus kalendarischer Sicht. In der Grauzone der Herbstanfangsdefinitionen pendelt das Wetter im September häufig noch zwischen Herbst und Spätsommer hin und her. So auch in diesem Jahr, als der September spätsommerliche Phasen genauso lieferte, wie herbstliche Episoden mit teils sogar winterlichem Touch in den Alpen.

In dieser Woche neigt sich nun der September dem Ende entgegen und der nach den Definitionen erste komplette Herbstmonat beginnt. Zumindest was das Wettergeschehen betrifft, schlägt das Pendel in Deutschland zunehmend auch in Richtung Herbst aus. Allenfalls der Osten und Südosten des Landes können sich zumindest bis zum Wochenende noch gegen das eher unbeständige und teils windige Herbstwetter wehren. Teils sehr milde Temperaturen zwischen 17 und 23 Grad und längere sonnige Abschnitte sorgen nochmals für sommerliches Feeling. Nachts führt der gering bewölkte oder wolkenlose Himmel jedoch zu kräftigem Auskühlen und somit bei Tiefstwerten im mittleren bis unteren einstelligen Bereich und örtlichem Nebel zu einem herbstlichen Touch.

Anders sieht es in der Westhälfte aus. Dort gewinnt zunehmend ein Tiefdruckkomplex über West- und Nordwesteuropa an Einfluss. Deutschland verbleibt zwar zunächst auf der Ostseite des Tiefdruckkomplexes, wird aber wiederholt von Tiefausläufern heimgesucht, die von den Tiefs von Südwesten und Westen her ins Land gewirbelt werden. Unter den Wolken bleiben die Nächte dann milder.

Egal ob Osten, Westen, Süden oder Norden, eines haben alle Regionen gemeinsam. Überall beginnen derzeit auch die Blätter an den Bäumen zunehmend die Farben gelb und rot anzunehmen, sofern diese aufgrund der regionalen Trockenheit im Sommer nicht schon früher das Zeitliche gesegnet haben und zu Boden fielen. Im Südwesten und an der See sowie ab Freitag auch an und in den Alpen vollendet schließlich stark böiger, exponiert auch stürmisch auffrischender Wind das herbstliche Feeling.

Ein typisches Anzeichen für den Herbst, dass in den nächsten Tagen in Deutschland unabhängig von den Regionen gut zu erkennen ist, ist der zunehmende Tagesgang der Temperaturen. Während am Tag mit Sonnenunterstützung die Höchstwerte oft noch angenehme Werte zwischen 15 und 23 Grad erreichen, sinken die Temperaturen in der Nacht verbreitet in den einstelligen Bereich. Der Grund liegt im abnehmenden Tageslicht. Zum kalendarischen Herbstanfang steht die Sonne mit etwas mehr als 12 Stunden genauso lange am Himmel wie zum Frühlingsanfang am 20. März, zum Sommeranfang am 21. Juni waren es dagegen noch knapp 16,5 Stunden. Die geringste Menge an Tageslicht erwarten wir dann zum Winteranfang am 22. Dezember.

Mit dem abnehmenden Sonnenlicht nehmen, wie oben schon angedeutet, auch die herbstlichen Wetter- und Umwelteigenschaften und somit auch Gefahren zu. So kann fallendes Laub insbesondere bei feuchten oder nassen Wetterbedingungen auf den Straßen für eine gefährliche Rutschbahn sorgen.

Anders sieht es mit dem Nebel aus. Besonders der sogenannte Strahlungsnebel hüllt die Landschaften in bodennahen Schichten zunehmend in einen weiß-grauen Schleier. Der Strahlungsnebel beruht dabei im Wesentlichen auf bodennahes Auskühlen. Bei klarem Himmel gibt der Boden viel Wärme an die Luft ab und kühlt somit stark aus. Umso länger die Nacht dauert, desto stärker kann der Boden bei wolkenlosen Verhältnissen auskühlen. Zeitlich verzögert kühlt der Boden schließlich auch die unteren Luftschichten ab. Verfügt die Luftschicht über eine ausreichende Menge an Feuchte, kann diese ab einer bestimmten Temperatur (Sättigung der Luft mit Wasserdampf) zu kleinen Tröpfchen kondensieren. Nachfolgend bilden sich bodennahe Wolken, die wir als Nebel wahrnehmen. Für Autofahrer können diese Nebelfelder aufgrund einer raschen Verschlechterung der Sichtverhältnisse sehr tückisch sein. Oftmals können die Sichtweiten lokal sogar unter 100 Meter sinken.

Erst wenn die Sonne im Tagesverlauf am Himmel höher steigt und die Luft wieder erwärmt, löst sich der Nebel wieder auf. Die dann wieder wärmere Luft kann eine größere Menge an Feuchte aufnehmen, sodass die kleinen Nebeltröpfchen verdunsten und der Luft wieder als Wasserdampf erhalten bleiben.

Auch in den nächsten beiden Nächten muss vor allem im Osten und Süden erneut mit Nebelbildung gerechnet werden. Gebietsweise sind dabei auch wieder Sichtweiten unter 150 Meter zu erwarten. Entsprechend sollte in den betroffenen Regionen die Fahrgeschwindigkeit den Verhältnissen angepasst werden.

Dipl.-Met. Lars Kirchhübel

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Aktuelle Isobarenkarten

http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/maps/emtbkna.gif

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Der 15-Tage-Temperaturtrend umfasst eine Vorhersage für die Tageshöchst- und Tiefsttemperaturen der Tage 5 bis 15. Dabei gilt der Ausgabetag (heute) als erster Tag.

Die Temperaturwerte gelten typischerweise für die unteren und mittleren Lagen der Regionen, in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen sind niedrigere - und

besonders im Winter bei Inversionswetterlagen - teils auch höhere Temperaturen möglich.

Der 15-Tage-Temperaturtrend wird auf Basis des mittelfristigen Vorhersagesystems des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) berechnet, wobei das

Gebiet der Bundesrepublik Deutschland in 7 RegioWärmstes Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Temperaturmessungennen (Nordwesten, Nordosten, Osten, Westen, Mitte, Südosten,

Südwesten) unterteilt wird. Die Vorhersage berücksichtigt Prognoseunsicherheiten, die bei mittelfristigen Vorhersagen eine große Rolle spielen. Daher ist es bei Prognosen, die sich bis z

um fünfzehnten Tag erstrecken, sinnvoll einen Bereich anzugeben, in dem sich die Temperatur wahrscheinlich bewegen wird. Da diese Spanne bis einschließlich des vierten Tages in der

Regel sehr klein ist, beginnt der 15-Tage-Temperaturtred erst am fünften Tag.

Der Bereich, in dem sich die Tageshöchsttemperatur wahrscheinlich bewegen wird ist in den Abbildungen orangerot dargestellt, der Bereich für die Tagestiefsttemperatur in blau.

Gerade gegen Ende des Vorhersagezeitraums kann es vorkommen, dass es zu einer Überschneidung dieser beiden Bereiche kommt. Dieser Überschneidungsbereich ist violett markiert. 

Trend ( 5 bis 10 Tage )

Temperatur- und Niederschlagstrend für die Station Schwerin
Erläuterung: Die Trendvorhersage beschreibt, in welchem Rahmen sich Temperatur und Niederschlag/Schneefall entwickeln werden.
Dazu werden mehrere Vorhersagen berechnet, die möglichst alle potenziell zu erwartenden Entwicklungen umfassen sollen.
Die Darstellungen fassen zusammen, in welchem Bereich 50%, 80% bzw. 100% dieser Vorhersagen liegen.  

Erläuterung der Trendvorhersage (Grafik), 50%80 und 100% Verteilung der einzelnen Vorhersage auf Farben (Quelle DWD)

 In seltenen Fällen kann die tatsächliche Wetterentwicklung auch außerhalb des 100%-Bereiches sein.

2009-2020

Unwetterwarnungen

 

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